Erster Wettkampftag der Olympischen Spiele 2010 im kanadischen Vancouver

von Thomas Stuenkel

Gestern Abend ging es endlich los und die ersten Medaillen bei den XXI. Olympischen Winterspielen in Vancouver (Kanada) wurden vergeben. Im ersten von mehr als 80 Wettbewerben in der Provinz British Columbia gab es Gold für die Schweiz. Simon Amann gewann das Skispringen von der Normalschanze und sicherte sich nach seinen beiden Goldmedaillen in Salt Lake City (USA) nunmehr sein drittes Gold bei Olympia. Er dominierte die Konkurrenz klar und siegte vor dem Polen Adam Malysz und dem zweiten Favoriten Gregor Schlierenzauer (Österreich). Auf dem fünften Rang bei der Auftaktentscheidung in Kanada landete der deutsche Michael Uhrmann, der nach dem ersten von zwei Durchgängen noch auf Rang zwei lag.

Leider spielte das Wetter in Vancouver und Whistler nicht ganz so mit und somit musste das geplante Highlight des Tages entfallen. Die alpine Abfahrt der Skirennläufer fiel nämlich dem warmen und nassen Wetter zu Opfer. Nun soll die alpine „Königsdisziplin“ am Montag nachgeholt werden. Die Wetterprognosen für Kanada besagen hierfür günstigere Aussichten.

Am späten Abend deutscher Zeit folgten dann zwei Entscheidungen, wobei einmal der klare Favorit siegte und im anderen Fall eine krasse Außenseiterin Gold gewinnen konnte. Im 5.000 Meter Eisschnelllauf der Herren siegt erwartungsgemäß der Niederländer Sven Kramer, der bei allen wichtigen Rennen seit dem Jahr 2007 ungeschlagen ist. Silber ging etwas überraschend an den Südkoreaner Seung-Hoon Lee. Bronze sicherte sich der Russe Ivan Skobrev. Als sensationell kann der Sieg der slowakischen Biathletin Anastazia Kuzmina bezeichnet werden. Sie setzte sich im 7,5 Kilometer Sprint mit zweimaligem Schießen mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1,5 Sekunden vor der deutschen Magdalena Neuner durch, die für die erste deutsche Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Kanada 2010 sorgte. Bronze ging an die Französin Marin Dorin, die knapp eine Sekunde vor der Russin Anna Boulygina landete.

Am frühen Sonntagmorgen mitteleuropäischer Zeit wurde dann im Shorttrack der Beste über die 1.500 Meter gesucht. Hier setzte sich der Südkoreaner Jung-Su Lee vor den beiden US-Amerikanern Apolo Anton Ohno und J.R. Celski durch und wurde damit Nachfolger seines Landsmannes Hyun-Soo Ahn. Die erste Medaille für Gastgeber Kanada bei den XXI. Olympischen Winterspielen verpasste dabei Jean Olivier knapp. Er landete auf dem vierten Rang. Kurze Zeit später war es dann aber unter unglaublichem Jubel soweit und Kanada konnte sich über die erste Medaille freuen. Die Freestyle Skifahrerin Jennifer Heil holte nämlich auf der Buckelpiste Silber. Allerdings hatten sich viele kanadischen Fans erhofft, dass Heil ihren Triumph von Turin im Jahr 2006 wiederholen könne. Doch die US-Amerikanerin Hannah Kearney triumphierte und die zweite US-Amerikanerin Shannon Bahrke landete auf dem Bronzerang.

Thomas Stünkel

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