Toronto, Kanada – Weltstadt mit Flair – Teil 1

von Peter Iden

“Was kann man in Toronto / Kanada als Besucher sehen und machen?” ist eine der am meisten gestellten Fragen von allen Reisenden, die den Osten Kanada’s – spezifisch Ontario – besuchen wollen. Die all-umfassende Antwort darauf waere natuerlich: man kann alles machen, was man sich wuenscht und leisten kann, aber man kann niemals alles sehen, wenn man hier nur kurze Zeit verweilt. Selbst nach mehr als 50 Jahren in Toronto und seiner Umgegend haben wir noch nicht alles gesehen, was diese erstaunliche Stadt bietet. Fangen wir also zuerst einmal mit einigen unserer persoenlichen Lieblingsplaetze an. Voraus aber erst einmal eine sehr wichtige Frage:

Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?

Die schnellste – aber auch teuerste – Moeglichkeit ist mit einer Limousine ($ 56.50) oder einem Taxi ($ 52.00). Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten. Der Airport Express Bus kostet $ 21.50 und ist in etwa 40 Minuten am Fairmount Royal York Hotel. Mit dem “Public Transit” kostet es $ 7.70, dauert jedoch mindestens 70 Minuten, zuerst mit dem Bus vom Flughafen bis zur Yorkdale oder York Mills Station, dann mit der “GO-Train” (GO = Government of Ontario) zur Union Station. Mit TTC Bussen, und dreimaligem Umsteigen an den Kipling und Spadina Haltestellen dauert es ebenfalls etwa 70 Minuten und kostet $ 3.00.

Oeffentliche Verkehrsmittel der Stadt:

Toronto hat ein sehr gutes und ausgepraegtes Verkehrsnetz mit der Toronto Transit Commission (TTC), welche die “Subways” (U-Bahnen) Strassenbahnen, die Busse und auch die Faehren zu den Toronto Islands operiert. Die Subway hat 4 verschiedene Routen, die zentrale Yonge-University-Spadina mit 32 Stationen, und die Bloor-Danforth im Osten mit 31, die Scarborough in Nordosten mit 6, und die Sheppard im Norden mit 5 Stationen. Die Bus-Routen sind zu zahlreich, um sie hier aufzufuehren. Einzel-Tickets kosten $ 3.00 auf allen verkehrsmitten und schliessen “Transfers” (Umsteige-Scheine ein. Wichtig zu wissen: Einzel-Tickets muessen mit “exact cash” bezahlt werde. Die Fahrer duerfen kein Wechselgeld geben. Ein Wochen-Pass kostet $ 36.00 und kann auf allen Verkehrsmitteln benutzt werden (Ausnahmen sind die 5 “Downtown Express” Routen, auf denen ein Fahrgeld (exact change) von $ 2.50 anfaellt.

http://www3.ttc.ca/

http://www3.ttc.ca/Routes/General_Information/Maps/index.jsp

Toronto Hotels:

http://www.tripadvisor.com/LocalMaps-g155019-Toronto-Area.html

Das GO-Train System:

GO-Transit begann in 1967 – Kanada’s 100. Geburtstagsjahr – und macht heute 180 Bahnfahrten und 1,430 Busfahrten taeglich mit 217,900 Passagieren. GO-Trains und Busse verbinden Toronto mit aussen liegenden Vororten wie Brampton, Georgetown, Barrie, Milton und den Niagara-Faellen. GO-Transit verkehrt mit zweistoeckigen Eisenbahn-Wagen und Bussen von Toronto auf einem weit verbreiteten Netz von Schienen und Bus-Routen. Die Kosten variieren je nach Fahrt-Distanz. Zu den Niagara-Faellen kostet es $ 16.15 (Einweg-Ticket), ein sehr guter Preis wenn man bedenkt, dass das Parken an den Faellen in der Hauptsaison sehr schwierig ist und bis zu $ 10.00 kosten kann. Tip: Ein On-Line Ticket fuer vier der groessten Sehenswuerdigkeiten an den Niagara Faellen (inklusive 2 Tage auf dem “People Mover System”) kostet $ 39.95.

http://en.wikipedia.org/wiki/GO_Transit

http://www.gotransit.com/publicroot/en/fares/farecalculator.aspx

http://www.niagaraparks.com/plan/buy-tickets-packages.html

Strassen-Karten von Toronto:

http://map.toronto.ca/imapit/iMapIt.jsp?app=TOMaps

Toronto Bus Tours:

Man kann also Toronto / Kanada mit dem “Public Transit” kennen lernen, oder besser noch mit einer organisierten “City Tour”. Grossstaedte ueberall sind, zumindest fuer uns, trotz aller Voraus-Planung, unbeschriebene Seiten. Man kann sich in einer Grossstadt verlieren, ohne sie jemals kennen zu lernen, oder man kann die Sache intelligent anfangen, indem man zuerst eine Stadt-Rundfahrt macht. Die gibt’s ueberall, natuerlich gleich mehrere in Toronto. Von einer Bootsfahrt, die ueberall entlang der “Harbourfront” angeboten werden, wuerde ich abraten. So lernt man keine Stadt kennen.

Am besten sind die “Step-on-step-off” (oder “hop-on-hop-off, oder “jump-on-jump-off”) Bustouren. Man kann jederzeit an bis zu 20 Orten aussteigen, die Gegend erforschen, und dann wieder in einen der naechsten Busse einsteigen. Die Doppeldecker-Busse sind die besten waehrend der warmen Monate, aber auch sie haben zusaetzlich zu dem offenen Oberdeck ein geschlossenes Unterdeck. Eine Tour kostet etwa $ 30 und dauert, ohne Aussteigen, etwa 2 Stunden. Mit Aussteigen kann sie einen ganzen Tag ausfuellen.

http://www.sightseeingtoronto.com/tourinfo.php

http://www.torontotours.net/?event=offer.detail&offerId=11110

http://www.torontotours.com/index.php/tours-tickets/city

Toronto Harbourfront:

Die urspruenglich sehr haessliche “Waterfront” von Toronto hat sich zu einer der Star-Attraktionen aller Hafenstaedte in Nord-Amerika verwandelt. Sicherlich, San Francisco, Los Angeles, Seattle, Vancouver, Miami, Boston, Chicago und viele andere, die wir kennen lernten, haben ihre eigenen Charaktere, die man eigentlich nicht miteinander vergleichen kann oder ueberhaupt sollte. Aber Toronto ist die Stadt, in der die Riesenschritte von einer schrulligen Provinz-Stadt in den 1950’er Jahren zu einer Welt-Metropole weit mehr sichtbar als anderswo passierten. Toronto heutzutage ist dynamisch, pulsierend, interessant, kurzum: sie hat “Flair”.

Parken entlang der Toronto Harbourfront ist nicht billig, aber fuer eine Grossstadt sind die $ 12 bis $ 16 fuer einen ganzen Tag wirklich nicht suendhaft teuer. Die besten Park-Haeuser sind am Fusse der Spadina Avenue (untergrund) oder gegenueber von Pier 4 (Hochgarage). Mein Favorit ist die “Spadina-Garage”, denn dort faengt die Harbourfront der City eigentlich an.

Die beste Zeit ist natuerlich von Mitte Mai bis Mitte September, die allerbeste im Juni und Juli, wenn die Bruthitze des Sommers durch kuehle Brisen vom Ontario-See ertraeglicher wird. Die Garten-Oasen entlang des “Boardwalk” sind erstaunlich und kuehlend, die Aussichten auf den See und die gestaffelten Wohntuerme auf der Stadtseite ueberwaeltigend. Eine Wohnung (Condominium) hier am See kann von einer halben Million Dollars aufwaerts kosten.

Lunch oder ein “snack” in den “Outdoor Restaurants” am Pier 4 oder Harbourfront Center ist ein “muss”, denn hier sieht man bei einem kuehlen Bier die Menschen der Stadt vorbei ziehen. Fussgaenger, Jogger, Radfahrer, Skateboarders und viele mehr sind ein Teil der “Parade”.

http://en.wikipedia.org/wiki/Harbourfront

http://www.harbourfrontcentre.com/whoweare/index.cfm

Toronto Islands Park:

Eigentlich 14 Inseln, aufgeschwemmt aus dem Sand der beiden Fluesse der Stadt, dem Don und dem Humber, sind sie bereits seit mehreren hundert Jahren dicht bewachsen und werden als einzigartige Parklandschaft von der Stadt erhalten. Sie sind nur mit den Faehren zu erreichen. Kostenpunkt $ 6.50 (Senioren $ 4.00), eines der besten “bargains” in Toronto. Mein Vorschlag: zuerst die Faehre zum Ward’s Island nehmen, von der man die Skyline von Toronto am besten sehen und fotografieren kann. Auf der Faehre bleiben (das darf man), zurueck zum Hafendock fahren, dort in die Faehre zum Hanlan’s Point einsteigen, und sich rechts am Strand halten, vorbei an dem FKK-Strand, dann entlang des breiten Pfades zum Center Island wandern und die Fahre zurueck zur Stadt nehmen. Die Inseln vor Toronto sind insgesammt 338,400 Hektar gross. Mit einem Fahrrad kann man sie natuerlich weit besser erkunden als zu Fuss.

http://www.toronto.ca/parks/island/#centre

Tommy Thompson Park (the “Leslie Street Spit”):

Benannt nach einem ehemaligen Boss von mir, als ich als Naturalist fuer die Stadt Toronto arbeitete, ist dieser Park wahrscheinlich einzigartig fuer eine Stadt. OK, Zweifler an diesem Namen sagen, er waere nach dem beruehmten kanadischen Landschaftsmaler Tom Thompson benannt, aber ich weiss es besser. Der “Park” war die Idee des Parks Managers Tommy Thompson und wurde aus Bauabfaellen niedergerissener Gebaeude in Toronto aufgeschuettet, mit Sand und Erde aufgefuellt und bepflanzt. Heute ist es ein Mecca fuer die Vogelwelt, mit Tausenden von nistenden Moeven, Seeschwalben, Kormoranen, Reihern und zahlreichen anderen Voegeln. 300 verschiedene Arten von Voegeln wurden hier bereits gesehen. Die beste Besuchszeit ist im Mai und Juni, wenn die Voegel auf ihren Nestern sitzen. Die Aussichten auf die Skyline von Toronto sind wunderbar. Am besten macht man diese Tour mit einem (geliehenen) Fahrrad, denn immerhin sind es 8 km hin und zurueck zum Leuchtturm an der Spitze, also hin und zurueck etwa 2 bis 3 Stunden zufuss.

http://ontariowalks.com/tommy-thompson-park-spring-bird-festival.html

Toronto Waterfront Tour:

Die Toronto Harbourfront ist nur ein kleiner Teil der “Waterfront” in Toronto / Kanada. Entlang der gesamten Kueste des Ontario-Sees und entlang des St. Lawrence River in Ontario erstreckt sich der 900 km lange “Waterfront Trail”. Im Stadtgebiet von Toronto ist es ein 46 km langer “multi-use” Pfad, ein Netz von Wanderpfaden und Fahrradwegen mit teilweise gebuehrenfreien Parkplaetzen. An der Westkueste der Stadt finden regelmaessig Regatten, Drachenboot-Rennen und natuerlich die jaehrliche “Air Show” statt. Die Straende der Ostkueste sind bekannt fuer ihre Jazz- und Blues-Konzerte.

http://en.wikipedia.org/wiki/Toronto_waterfront

http://www.waterfronttrail.org/GWTA-Trailmap/GWTAmap.htm

http://www.toronto.ca/waterfront/tour/waterfront_tour_map.htm

Ontario Place:

Das Schaustueck der Provinz, und eine der Haupt-Attraktionen von Toronto. Auch Ontario Place wurde auf dem Schrott der Stadt gebaut. Besonders zu empfehlen sind das “4D Theater” auf der Ost-Insel, mit einer fantstischen 4-dimensionalen Darbietung ueber die Provinz Ontario und ihre Attraktionen. Ein aehnliches 4D Theater befindet sich auf der West-Insel im “Dinosaur Park”.

Einen “Imax” Film auf der 10 Stockwerke hohen Leinwand der Cinesphere sollte man keinesfalls verpassen, genau so wenig wie eine Flussfahrt auf dem “Wilderness Adventure Ride” auf der Westspitze der Inseln. Der “Toronto Star Play-all-day Pass” schliesst saemtliche Attraktionen ein. Er kostet $ 31.90 (on-line $ 28.57). Senioren zahlen die Haelfte. Der “Marina Grill” neben der Cinesphere und direct am Yacht-Hafen ist ein guter Platz zum Essen.

http://www.ontarioplace.com/en/index.html

http://www.ontarioplace.com/en/05_cinesphere/film_descriptions.html

http://www.ontarioplace.com/en/03_prices/pad.html

Mit diesen Sehenswuerigkeiten haben wir die “Toronto Waterfront” ziemlich gut – wie sagt man: “abgeklappert” – und koennen uns jetzt im 2. Teil der Innenstadt widmen

Peter Iden
Brampton, Ontario, Canada

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1 Kommentar

uwe 1. April 2019 - 21:26

hallo Peter, schöner Bericht über Toronto.
Ich habe mal eine Frage. Da die Hotels im Zentrum von Toronto uns doch etwas zu teuer sind habe ich überlegt ein Hotel etwas außerhalb zu buchen. Diese sind doch deutlich günstiger. Wir würden dann den Mietwagen einfach etwas länger buchen und dann entweder direkt mit dem Auto in das Zentrum fahren oder auch eventuell nur bis zur Metrostation um dann mit der Metro in die Innenstadt zu fahren. Ich habe nur keine richtige Vorstellung zum Verkehrsaufkommen bzw. wie lange ich für die 20 km benötige? Kannst du vielleicht einen Tip geben?
Im Voraus schonmal vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
U.Casselmann aus Kassel.

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