Toronto, Kanada – Weltstadt mit Flair – Teil 3

von Peter Iden

(Eine etwas andere Tour von Toronto).

Der CN-Tower:

Das Wahrzeichen von Toronto, laengere Zeit mit 533 Meter (1,815 Fuss) als hoechtes freistehendes Gebaeude der Welt angesehen, wird fast immer als Haupt-Attraktion der Stadt angepriesen. Aber die Aussicht ist um so interessanter, wenn man zuerst einen guten Teil der Stadt gesehen hat Es gibt Perspektive wenn man sagen kann: “Oh, da waren wir ja schon; so sieht das also von oben aus!”.

Ganz mutige Besucher sollten die Treppe ueber der Aussichts-Plattform, dem sieben-stoeckigen “Sky Pod” herauf klimmen bis fast in die Spitze. Hier merkt man die Schwingungen des Turms, kann sich an den Zentral-Pfeiler klammern oder sich direkt an die dicken Scheiben heran wagen. Nur ist die Treppe nicht immer geoeffnet, wenn der
Wind zu stark ist. Aber die zwei Gegengewichte (je 10 Tonnen) verhindern, dass der Turm zu stark schwingt. Im Sky Pod ist es etwa ein Meter, an der Antenne etwa 2 Meter. Er kann Stuermen bis zu 440 km/h wiederstehen, und die hat es in Toronto noch nie gegeben.

http://www.ieee.ca/millennium/cntower/CN_Tower.pdf

Sehenswert, aber auch zeitverschwendend:

Jede Stadt hat ihre Sehenswuerdigkeiten, aber selten hat ein Besucher genuegend Zeit, um sie alle zu besichtigen. Das trifft natuerlich besonders auf Plaetze wie Museen, Kunstgallerien, Zoos, Film- und Schauspiel-Theater, Opernhaeuser und vieles andere zu. Wer an diesen Interesse hat, sollte sie natuerlich in seine Zeit- und Kosten-Plaene enfuegen. Zoos sind bei uns immer “drin”, und wer kann z.B. New York besuchen und die Metropolitan Opera ignorieren, oder in Paris das Moulin Rouge?

Toronto hat das Royal Ontario Museum (the “ROM”), den Toronto Zoo (the “Zoo”), die Art Gallery of Ontario (the “AGO”), das Ontario Science Center, die “Ex” (Canadian National Exhibition), Ontario Place (siehe Toronto – Teil 1) und viele mehr andere Attraktionen.

http://www.rom.on.ca/

http://www.torontozoo.com/

http://www.ago.net/

http://www.ontariosciencecentre.ca/

http://www.theex.com/

Film-Theater:

Die Film-Theater von Toronto sind legendaer. Die “Cinesphere” im Ontario Place wurde ja bereits erwaehnt. Sie stammt aus der neuen Generation der “Imax” Filme, welche in Kanada erfunden wurden. Das “Revue Theater” auf der Roncesvalles Avenue besuchte ich zum ersten Mal wenige Tage nach unserer Ankunft in Toronto in 1954. Fuer 25 cents konnte man solange dort bleiben, wie man wollte und drei Filme nacheinander sehen. Noch heute werden dort die alten “Cinemascope” und 35 mm Filme auf der Silber-Leinwand gezeigt, und die 244 Sitze sind oft voll. Es gibt noch mehrere dieser alten Film-Theater in Toronto, die meistens Spezial-Filmprogramme zeigen. Das Bloor Cinema ist ein Beispiel dafuer. In Kanada, nur nebenbei bemerkt, wurden auch die “3D” sowie die “4D” Filme erfunden, die augenblicklich ihren Weg in das Fernsehen sowie die neuen Fernseh-Geraete in Nord-Amerika gefunden haben.

Musical- und Schauspiel-Theater:

“Torontonians” sowie Besucher aus allen Teilen der USA lieben unsere “Old Theatres”. Wo anders in Nord-Amerika kann man Musicals wie “Phantom of the Opera” (Phantom der Oper) in einem zeitverwandten Theater des alten Stils sehen? Welche andere Stadt auf diesem Kontinent kann mit mehr als einem Dutzend Schauspiel- und Film-Theatern des 19. und 20, Jahrhunderts aufwarten, lange vergessen, aber nicht abgerissen, und dann liebevoll zum Original-Zustand restauriert?

Massey Hall (1884); The Great Hall (1889); Royal Alexandra Theatre (1907); Princess of Wales Theatre (1907); The Opera House (1909); Panasonic Theatre (1911); Elgin and Winter Garden Theatre (1913); Canon Theatre (1920). Dem “Troedler-Laden Koenig” von Toronto, “Honest Ed” Mirvish, gehoeren allein vier dieser Theater, in denen die Spitzen-Produktionen von Musicals und Theater-Shows oft jahrelang spielen. Wenn die Zeit reicht, sollte man vielleicht den Platz aufsuchen, wo der “Ehrliche Ed” sein Geld gemacht hat: “Honest Ed’s” (Boor & Bathurst Streets), in 1948 der erste Billigladen der Welt, noch heute ein multikulturelles Kaleidoscope von Waren und Einkaefern in einer eklektischen Umgegend. Direkt nebenan liegt “Mirvish Village” eine von Ed Mirvish aufgekaufte Strasse, die er zu einem Boutique- und Kuenstler-Viertel entwickelte.

Die Hunderte der verschiedenen kleineren Theater, Musikhallen (wie z.B. das Glenn Gould Studio) und Kultur-Staetten in Toronto zu erwaehnen, ist hier nicht moeglich. Ausserdem wuerde das die Kritiker enttaeuschen, die immer wieder sagen, dass Kanada keine Kultur hat!

http://www.toronto.worldweb.com/SightsAttractions/TheatresAuditoriums/

http://www.mirvish.com/theatres

http://honesteds.sites.toronto.com/history.html

http://www.mirvishvillagebia.com/

Die Maerkte von Toronto:

Der Multikulturalismus hat Toronto zu einer der weltbesten Einkaufs-Zentren gemacht. Die zahlreichen Strassen-Maerkte und die oft daran grenzenden Einkaufs-Laeden vieler Kulturen beweisen das. Allen voran liegt der St. Lawrence Market, in 1803 im Zentrum der Altstadt erbaut. 120 Haendler bieten hier ihre Waren an, praktisch alles, was man an Esswaren und anderen Sachen braucht.

http://www.stlawrencemarket.com/

Kensington Market – die Slide Show ist alles, was noetig ist, um diesen sehr ausserordentlichen Teil von Toronto zu zeigen:

http://www.flickr.com/search/?q=Kensington+Market%20Toronto&w=all

Chinatowns:

Toronto hat eigentlich 6 oder 7 “Chinatowns” sowie die zweitgroesste Bevoelkerung von Chinesen in Nord-Amerika – und das schliesst Immigranten aus Hong Kong, China, Taiwan und Vietnam ein. Die meisten Chinesen in einer nordamerikanischen Stadt leben in San Francisco, und dort liegt auch die groesste “Chinatown” des Kontinents. Vancouver hat prozentuell zur Bevoelkerung wohl die groesste Anzahl chinesischer Einwohner, aber die Anzahl der Chinesen in Toronto ist weit hoeher.

Die urspruenglich kleine Chinatown war auf der Dundas Street etwas noerdlich der Queen Street und oestlich der University Avenue. Aber im Lauf der Jahre wurde die Spadina Avenue suedlich der College Street zur “Chinatown”, was sie noch heute ist. Chinatown hat einen Charakter, den man eigentlich nur durch seine Gerueche und Eigenarten erklaeren kann. In gewisser Hinsicht schockierend, fuer uns unerklaerlich, aber jedenfalls einmalig interessant.

Aber die Spadina Chinatown ist nicht die einzige in Toronto. Im Nordosten der Stadt liegen die Stadtteile Agincourt, Scarborough und Richmond Hill wo der Anteil der chinesischen Einwohner, Geschaefte und Firmen ueberwaeltigend ist. Im Westen der Stadt auf der Dundas Street und etwas westlich der Dixie Road liegt eine chinesische “Enklave”, und auch Mississauga hat einen grossen Anteil an chinesischen Einwohnern und Geschaeften. Die meisten von ihnen kamen aus Hong Kong, welches in 1999 von den Englaendern nach einhundertjaehriger “Miete” an China zurueck gegeben wurde.

Der “Pacific Mall” (Tai Gu Giang Chang) in Markham ist ein gewaltiges chinesisches “Shopping Center” mit 500 Laeden in 3 Stockwerken, das groesste asiatische Shopping Center in Nord-Amerika. Der “Splendid China Mall” wurde in 2007 als Konkurrenz zum Pacific Mall (fast direct gegenueber) eroeffnet, hat augenblicklich etwa 150 Laeden auf 8,370 qm (90,000 sq.ft) und plant mit 31,900 qm (343,000 sq.ft) das groesste chinesische Einkaufs-Zentrum ausserhalb Chinas zu werden. Ein Besuch dieser Einkaufs-Zentren ist eine Erfahrung besonerer Art. Dort einkaufen laeuft allerdings nach chinesischen Regeln:
Feste Preise oder Preisschilder gibt es nicht. Hier wir gefeilscht, und zwar nach allen Regeln der Kunst, die uns Nicht-Chinesen absolut unbekannt sind.

http://www.lostrivers.ca/points/chinatownold.htm

http://www.thingsasian.com/stories-photos/1807

http://www.thingsasian.com/stories-photos/1808

http://www.thingsasian.com/stories-photos/1809/23717680/0/itm0_art

http://www.showmetoronto.com/tour_chinatown_chinese_restaurants.htm

Peter Iden,
Brampton, Ontario, Kanada

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