Kanada – Die Wunder der Bruce Peninsula in Ontario – Teil 3

von Peter Iden

Kanada - Ontario - Bruce PeninsulaDie Fahrt zum Cabot Head Lighthouse:

Noerdlich der Forty Hills fuehrt die “East Road” uns bis nach Brinkman’s Corners. Zwar kann man auf dieser Strecke, wenn man die Zeit dazu hat, mehrere Seitenfahrten und kurze Wanderungen auf dem “Bruce Trail” machen, wie z.B. von Cape Chin zu der Smokey Head White Bluff Provincial Nature Reserve. Oder von Cape Chin North zu dem einzigen “Flowerpot” Felsen der Ostkueste, dem “Devil’s Monument”.

Unbedingt zu empfehlen ist jedoch die Fahrt von Brinkman’s Corners zur Dyer’s Bay und entlang der Kuestenstrasse (Achtung: “dirt road”, zahlreiche Loecher, mit Vorsicht zu befahren!). Diese abenteuerliche Strecke – mehr Weg als Strasse – fuehrt mit vielen herrlichen Aussichten ueber die Georgian Bay nach etwa 12 km zum Cabot Head Light and Heritage Museum.

Das Lighthouse ist heute voll automatisiert, und das alte Lighthouse wurde von den “Friends of Cabot Head” als Leuchtturm-Museum eingerichtet. Man kann allerdings immer noch die steilen Treppen bis in den ehemaligen 20 Meter hohen Leuchtturm-Raum herauf steigen, und auf halbem Weg die alte Lampe besichtigen. Der Leuchtturm wurde in 1896 gebaut; das neue Licht befindet sich seit 1971 nebenan, auf einem unattraktiven Stahlturm.

http://www.cabothead.ca

Im Leuchtturm-Haus verbrachte ich in 1963 mehrere Tage als Gast der Hopkins-Familie, die den Leuchtturm bewachten und bedienten. Ich fragte Mrs. Hopkins damals, warum die Pfade um den Leuchtturm saemtlich aus Beton bestanden und etaw 15 cm ueber dem umliegenden Gras lagen. Sie sagte mir: “ich hasse Schlangen, und es gibt hier sehr viele davon.” Tatsaechlich sah ich zahlreiche Schlangen verschiedener Spezies. Heute sieht man keine mehr. In “meinem” ehemaligen Zimmer im alten Leuchtturm-Haus kann man sich heutzutage immer noch als “Lighthouse Assistant” einmieten ($ 395.50 pro Woche).

Der Bruce Peninsula National Park:

Zurueck auf der Dyer’s Bay Road zum Highway 6. Etwa 12,5 km noerdlich fuehrt eine etwa 6 km lange Strasse zum Cyprus Lake im Bruce Peninsula National Park, einer der Haupt-Attraktionen der Bruce Peninsula. Die $ 18 fuer einen Tagespass sind den Besuch wert.

Man faehrt zum Parkplatz am Ende der Strasse (etwa 6 km) und begibt sich dann auf den Pfad zur Ostkueste der Bruce und dem Steinstrand an der Kueste. Man folgt ihm und endet auf einem Pfad bis zu 300 Fuss (100 Meter) ueber der Kueste, mit vielen Seitenpfaden, die auf den Klippen der Kueste enden. Gute Wanderschuhe sind unbedingt geraten. Es gibt keinen anderen Platz in Ontario, der sich mit dieser wilden Kueste vergleichen laesst. Der Pfad ist zum Teil immer noch sehr rauh und felsig, aber die Aussichten und Hoehlen sind immer wieder von erstaunlicher Schoenheit.

Wanderungen entlang des “Bruce Trail” auf den Klippen sind Erfahrungen, von denen man noch nach vielen Jahren zehrt. In 1971 bewanderte ich mit einem Kollegen von der
Firma Oetker die etwa 30 km lange Strecke von Cabot Head bis Tobermory (zu der Zeit noch ein Provinz-Park). Wir brauchten drei Tage dafuer, die damals noch unmarkierten Pfade zu bewaeltigen. Heute sind sie bestens markiert und vielerorts erweitert worden. An verschiedenen Plaetzen kann man zum Wasser absteigen und die Taucher beobachten, waehrend sie die Wracks der gestrandeten Schiffe aufsuchen.

http://www.out-there.com/bruce_peninsula_national_park.htm

https://www.kanadaspezialist.com/2010/04/15/kanada-schiffswracks-grosse-seen-teil-1/2595/

Tobermory, das Juwel an der Spitze der Bruce:

Der kleine Ort Tobermory ist zur gleichen Zeit Faehrhafen, Fischereihafen, Bootsausflug-hafen und Taucherhafen. Am meisten jedoch ist er ein Durchgangsort fuer die Benutzer der Autofaehre “Chi-Cheemaun” (the “Cheech”) von und nach Manitoulin Island. Trotz dieser vielen Besucher und Durchfahrer hat Tobermory ueber viele Jahrzehnte seinen beinahe “Nova Scotian” Charakter als ein kleiner, von Felsen umringter Hafen behalten. Die Bewohner nennen nicht nur den Hafen, sondern auch ihren Ort liebevoll “the Tub”.

Von den meist an der Suedseite gelegenen Hotels und Motels hat man sehr gute Ausblicke ueber den Hafen, und die – natuerlich auf Tourismus eingestellten – Laeden und Restaurants sorgen dafuer, dass keine Langweile aufkommt. Ein empfehlenswertes Restaurant ist das Grandview direkt gegenueber des Chi-Cheemaun Docks, mit einer grossen Sommer-Terrasse und herrlichen Sonnenuntergaengen.

http://www.tobermory.org/public/jpage/1/p/Home/content.do

http://www.ontarioferries.com/chi/english/tour.html

Flowerpot Island:

Eine Bootsfahrt zum Flowerpot Island wird generell als ein “must see” im Tobermory Tourismus angepriesen. Die Insel liegt etwa eine Viertelstunde entfernt in der Georgian Bay und nimmt ihren Namen von zwei blumentopfaehnlich verwitterten Felsgebilden. Sonst bietet diese Insel nichts, was man nicht auch anderswo in der Bruce findet.

http://www.blueheronco.com/flomap.htm

Teil 4, der letzte in der Erkundung der Bruce, folgt in Kuerze.

Peter Iden
Brampton, Ontario, Kanada

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