Meldepflichtige Krankheiten in Kanada

von Robi

Eine besondere Vorsorge brauchen Reisende, die als Ziel Kanada anvisiert haben, nicht zu treffen. Sie müssen sich lediglich um alle erforderlichen Impfungen kümmern, welche unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes in Deutschland erfragt werden können. Allerdings gibt es auch in Kanada, ähnlich wie in Deutschland, eine Reihe von meldepflichtigen Krankheiten. Es handelt sich dabei in erster Linie um hochinfektiöse Krankheiten, die sich im schlimmsten Fall in kürzester Zeit zu einer Seuche entwickeln und große Teile der Bevölkerung angreifen können.

Das sind die Krankheiten

Krankheiten wie Cholera, Pest oder Diphterie galten über Jahrhunderte hinweg als Geißel der Menschheit, die im Mittelalter ganze Landstriche fast entvölkerten. Auch heute treten hin und wieder vereinzelt Fälle auf, die in Kanada ebenso wie in zahlreichen anderen Ländern, den Behörden gemeldet werden müssen. Zu den weiteren meldepflichtigen Krankheiten gehören die Vogelgrippe, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, BSE, verschiedene Formen der Hepatitis, Fleischvergiftung, Masern, die bakterielle Ruhr, Paratyphus, Milzbrand, Meningokokken-Meningitis, Poliomyelitis, Typhus abdomalis sowie Tollwut. Kennzeichnend für all diese Krankheiten ist ein schwerer Verlauf und eine meist sehr hohe Ansteckungsgefahr.

Wer muss melden?

Grundsätzlich ist der Arzt, der die entsprechende Krankheit diagnostiziert hat, dazu verpflichtet, sie den zuständigen Behörden zu melden. Aber auch die Labors, welche die jeweiligen Krankheitserreger beispielsweise in Blutproben nachweisen, sind zur Meldung verpflichtet.

Warum besteht die Meldepflicht?

Meldepflichtige Krankheiten müssen vor allem zum Schutz der Bevölkerung gemeldet werden. Denn wenn nicht schnell auf eine Epidemie reagiert wird, kann sich diese in wenigen Tagen zu einer Pandemie auswachsen und plötzlich Millionen von Menschen betreffen. Das jüngste Beispiel aus den vergangenen Jahren ist die Vogelgrippe, die sich in nur wenigen Tagen in zahlreichen Ländern ausgebreitet hat. Eine weltweite Gefährdung kann im schlimmsten Fall dank der modernen weltweiten Logistik und zahlreicher Flugverbindungen in alle Welt nicht ausgeschlossen werden. Deshalb müssen die Behörden vor Ort eben schnell reagieren können, wenn ein Fall der genannten Krankheiten auftritt.

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