Work and Travel Kanada

von 2nanoqsincanada

Junge Menschen reisen gerne. Junge Menschen verspüren gerade nach Schulabschluss häufig den Drang, aus den gewohnten Umständen auszureißen und wo anders Abenteuer zu erleben. Hintergründe sind der Wunsch nach Freiheit, die sich nach Ende der Schulzeit mehr als je zuvor bietet, der Mut und die Unerschrockenheit. Bevor man in den Beruf einsteigt, in dem man womöglich sein ganzes restliches Leben lang „festsitzt“, muss die freie Zeit vollkommen ausgenutzt werden.

Kanada ist ein beliebtes Land unter jungen Deutschen. Es lockt mit nie gesehenen, atemberaubenden Landschaften, Abenteuern und seiner Entfernung zur Heimat. Doch mehrere Monate Urlaub in einem solchen Land können sich gewöhnliche Jugendliche nicht leisten. Dafür gibt es inzwischen allerlei Möglichkeiten, preiswert ein fremdes Land hautnah zu erleben. Unzählige Agenturen für Auslandsaufenthalte vermitteln jedes Jahr einer Vielzahl von Jugendlichen Work and Travel in Kanada oder auch Auslandspraktika. In Kanada bietet sich besonders gut Work and Travel an. Wieso? Und was ist überhaupt Work and Travel?

Der Titel des Programms, Work and Travel, beschreibt schon ziemlich gut, worum es sich dabei handelt. Am liebsten möchte man natürlich das ganze Land bereisen. Um sich überhaupt das Reisen für mehrere Monate leisten zu können, verdient man in Gelegenheitsjobs sein eigenes Geld. „Work“ für „Travel“. Entweder man wechselt ab zwischen reisen und arbeiten oder arbeitet erst eine Weile an einem Standort, um anschließend längere Zeit aus Entdeckungsreise zu gehen. Diese Jobs sind meistens im Gastronomie-, Hotel- und Tourismusbereich, wofür zwar gute Englisch- bzw. Französischkenntnisse, aber nicht unbedingt fachliche Kenntnisse vorausgesetzt sind. Auch in der Landwirtschaft werden immer wieder Farmarbeiter gesucht und mit jungen Ausländern besetzt. Saisonarbeit ist verbreitet. Das bedeutet, im Winter wird man in den großen Skigebieten schnell fündig, im Sommer eher auf dem Feld, im Straßencafé oder im Nationalpark. Kanadische Arbeitgeber besetzen ihre Stellen am liebsten für vier Monate am Stück. Flexibilität und Offenheit sind auf so einer Reise auf jeden Fall nötig!

Wie man sich sicherlich denken kann, ist das Arbeiten in Kanada nicht ohne Weiteres für Ausländer möglich. Deutsche benötigen für einen Work and Travel Aufenthalt das sogenannte Working Holiday Visum, womit man ganze 12 Monate im Land arbeiten und herumreisen kann. Allerdings wird in Deutschland pro Jahr nur eine bestimme Anzahl an Visa für Kanada vergeben, wobei gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Eine frühzeitige Beantragung ist deshalb unumgänglich! Um das Visum zu erhalten, gibt es einige Bedingungen. Als deutscher Staatsbürger zwischen 18 und 35 mit einem eintragslosen polizeilichen Führungszeugnis, einem gültigen Reisepass und mindestens 2500 € auf dem Konto hat man gute Chancen. Eine Auslandsversicherung ist ebenfalls manchmal von Nöten. Kranken-, Haftpflicht und Unfallversicherung fürs Ausland sollte man jedoch so oder so vor der Reise abgeschlossen haben.

Für Fortbewegungsmittel und Unterkünfte gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. In Kanada bieten sich natürlich die zahlreichen Campingplätze, unter anderem auch in tollen Nationalparks, an. Zur Fortbewegung eignen sich dann Wohnmobil oder PKW mit Zelt im Gepäck. Aber in den großen Städten und auch in den Nationalparks finden sich auch immer preisgünstige Bed&Breakfast Plätze oder Hostels und Hotels. Allgemein sind das Zug- und Busnetz im Land nicht vergleichbar mit dem deutschen, aber zwischen den Metropolen kann man durchaus auch darauf zurückgreifen.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Planung des Aufenthalts anzugehen. Entweder man sucht sich eine zuständige Agentur oder nimmt alles selbst in die Hand. Offensichtliche Vorteile einer Agentur sind die weitgreifende Übernahme der Planung, die Unterstützung bei Unterkunft- und Jobsuche, die Betreuung vor Ort und die Hilfe bei formellen Angelegenheiten wie Visumbeantragung, Kontoeröffnung und Abschluss der Versicherung. Die Reise mit Agentur hat natürlich seinen Preis, doch gerade für junge Menschen ist dies eine sichere Wahl, wobei Abenteuer und Erfahrungen in keinem Fall zu kurz kommen. Die Reise unternimmt man schließlich immer noch selbst. Organisation auf eigene Faust bringt Risiken mit sich, etwa, dass man keinen Job findet oder bei Problemen, besonders zu Beginn, keine Hilfe oder Ansprechpartner hat.

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3 Kommentare

Gerd Damitz 19. Februar 2019 - 21:29

Guten Abend, Katrin:
Vielen Dank fuer Ihre Nachricht, und Gruesse an Sui. Fuer diese Taetigkeiten wuerden Sie eine positive LMIA des Arbeitgebers benoetigen, die allerdings auesserst geringe Aussichten auf Erfolg hat. Es gibt aber andere Moeglichkeiten, die, glaube ich, in Ihr Interessenprofil fallen wuerden: Camp Counsellor

Das Camp ist dann der Arbeitgeber, und die Taetigkeit Camp Counsellor ist LMIA exempted.

Die Hauptaetigkeiten sind zusammendfassend: eg supervising children and leading sports, crafts, games and other recreational activities.

Viel Erfolg und weiterhin viel, viel Spass auf Touren in Kanada.

Gerd Damitz
RCIC, BBA, MBA

Antworten
Katrin Santoro 18. Februar 2019 - 12:06

Hallo Gerd
sorry wenn ich dich so plump anschreibe. Ich bin eine gute Bekannte vom Sui und auf seinen Rat bzw. Vorschlag schreibe ich Dir.
Erst einmal ganz kurz zu meiner Person. Habe Sui auf der Abenteuer Welt kennengelernt und seither mit meinem Lebensgefährten Kanada bereist. Ich liebe dieses Land einfach und durfte bereits viele Facetten kennen lernen. Bin gepaddelt vom Sandy Lake bis Dawson City, mit dem Auto über den Top oft he World Highway, Tiere, Zelten…. Alpine Aviation….. ach ich könnte ewig weiter machen.
Nun habe ich gute Aussichten für 3 Monate in einem Kanugeschäft mitzuarbeiten für die Saison. Jetzt bin ich aber bereits 36 (bald 37) und falle leider aus dem Work und Travel Visum raus. Daher wollte ich ein normales Visum zum arbeiten beantragen und scheitere kläglich an dieser Internetseite bzw. Formular. Entweder versteh ich es nicht, das Programm schmeißt mich ständig raus….
Daher habe ich Sui angesprochen und um Hilfe gebeten. Er hat mir dann deinen Namen verraten und gemeint ich solle dich einfach mal anschreiben. Das tue ich hiermit und vielleicht hast du einen Tipp oder kannst mir gar ein wenig helfen bei dem Formularkrieg.
Ich würde mich jedenfalls freuen.
Lieben Gruß Katrin

Antworten
Gary Kiemle 18. Februar 2019 - 17:54

Hallo Katrin,
ich nehme an, du meintest unseren Einwanderungsberater Gerd Damitz mit dem wir eng zusammenarbeiten. Er hat seinen Firmensitz in Toronto, ist oft geschäftlich unterwegs. Ich habe ihn aber per email informiert, dass er dir antworten möchte. Er wird sich bestimmt innerhalb weniger Tage melden.

Beste Grüße auch an Sui 🙂
Gary

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