Skurriles aus Kanada Nr. 4

von Bernadette Calonego

Paradies der Fahrraddiebe

FahrräderVancouver - Copy

Ach, wie schön sind die Erinnerungen an meine Radtouren in Vancouver: rund um den Stanley Park, am Meeresarm von Coal Harbour entlang oder am Strand von Spanish Banks vorbei. Aber heute verstaubt mein Fahrrad fast immer in der Garage. Denn in Vancouver werden heute mehr Fahrräder gestohlen als Autos. Laut der Zeitung Vancouver Sun sind die Autodiebstähle seit dem Jahr 2008 um die Hälfte zurückgegangen. Die Zahl der gestohlenen Velos dagegen ist gleichzeitig um die Hälfte gestiegen. Das hat mehrere Gründe: Viele Radler in Vancouver haben wirklich teure Modelle mit allen Schikanen. Manche sind um die 1500 bis 3500 Euros wert. Das lockt Diebe an. Es gibt zudem immer mehr Leute, die mit dem Rad zur Arbeit fahren. Die Straßen in der Stadt sind nämlich notorisch verstopft. Deshalb gibt es immer mehr Radwege.

Die nehmen aber Platz weg, und das gefällt vielen Autofahrern überhaupt nicht. Als im trendigen Viertel Kitsilano eine neue Radspur eingerichtet und dafür eine Straße aufgehoben wurde, protestierten die Anwohner wie wild.

Aber ohne Radspuren ist das Radeln in Vancouver gefährlich. Ich gehe heute lieber zu Fuß, als dass ich riskiere, angefahren zu werden – oder mein Fahrrad an Diebe zu verlieren. Manche Radfahrer gehen davon aus, dass ihnen alle zwei Jahre das Radl gestohlen wird. Deshalb verstehe ich, dass soviele Leute in Vancouver ihr Fahrrad zur Sicherheit auf dem Balkon parken.

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