Skurriles aus Kanada Nr. 6

von Bernadette Calonego

Raincouver

Regen, Regen, Regen. Wochenlange Güsse. Das ist die Schattenseite von Vancouver, im Volksmund auch „Raincouver“ genannt. Das Klima ist wunderbar mild, auch im Winter. Dafür ist es sehr nass. Zum Beispiel gerade jetzt. Strömender Regen seit sieben Tagen. Ich habe hier auch schon drei Wochen Regen erlebt. Ununterbrochen. Schnee fällt im Winter sehr selten und nur für einige Tage. Dann ist der Spuk vorbei. Für diese nassen, grauen, trostlosen Tage müssen selbst sonnige Gemüter gewappnet sein – vor allem innerlich. Die meisten Leute, die ich kenne, haben eine Regenstrategie. Eine Freundin tapeziert das Bad mit Bildern von Hawaii und trinkt Daiquiri oder eine Margarita in der heissen Wanne. Ich schalte jeweils den Wetterkanal am Fernsehen ein und tröste mich mit Berichten von Schneestürmen in anderen Regionen Kanadas.

In Vancouver geben Webseiten Ratschläge: Entstaube die Brettspiele und lade Freunde dazu ein. „Chill mit Netflix“ im Bett. Kaufe Gummistiefel, wasserdichte Rucksäcke und Taschen und eine Energielampe. Ein Regen-Knigge erzieht die Vancouveriten zum richtigen Benehmen: „Nimm keinen übergrossen Regenschirm auf die Strasse mit. Das ist wirklich rücksichtslos!“ Wenn der Regen nicht aufhören will, rufe ich meine Freundin Susanna im verschneiten Calgary an. Auf meine Klagen antwortet sie: „Wie vermisse ich doch das Geräusch und den Geruch von Regen!“ Das hilft fast immer.

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