Skurriles aus Kanada Nr. 8

von Bernadette Calonego

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von Bernadette Calonego, Vancouver

Die Kanadier sehen sich als ziemlich gute Menschen. Vor allem gegenüber den Amerikanern. Die Amis finden sie arrogant, großsprecherisch und unsozial. Sich selbst dagegen beschreiben sie als fürsorglich, höflich und bescheiden. Glauben Sie mir, das ist nicht erfunden, sondern Umfragen haben das immer wieder ermittelt. Sicher gehört es zum guten Ton in Kanada, Freiwilligenarbeit für einen wohltätigen Zweck zu leisten.

Freiwillige machen hier oft, worum sich in der Schweiz, Deutschland oder Österreich eine Institution kümmert. Mein Bekannter Burt etwa, ein Tierarzt im Ruhestand, hilft beim „Meals on Wheels“: Zweimal die Woche fährt er mit seinem Auto und warmen Gratis-Mahlzeiten zu alleinstehenden alten Leuten. Eine Freundin hilft in der Suppenküche aus, und ihr Mann verpackt um die Weihnachtszeit gespendete Geschenke für Familien mit wenig Geld.

Als ich nach Kanada kam, wollte ich wie die Kanadier sein. In einem Tierheim der respektierten Organisation SPCA stellte man mich als „volunteer“ ein. Ich war für die Sozialisierung der Katzen zuständig. Das kam nicht nur den Tieren zugute: Als ich mich um die kanadische Staatsbürgerschaft bewarb, konnte ich blendende Referenzen für meine Freiwilligenarbeit vorweisen. Das unbezahlte Streicheln von Katzen machte mich zu einem akzeptierten Mitglied der fürsorglichen kanadischen Gesellschaft!

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