XXX-ologien von Canada

von Stefan Dr. Kelbch

Als Physiker beschäftigt man sich auch auf einer Weltreise mit den Naturwissenschaften des besuchten Landes. Insbesondere, wenn man durch unzählige Info-Tafeln auf die Besonderheiten des gerade besuchten Landstrichs aufmerksam gemacht wird.
Geologische und  mineralogische Besonderheiten, sowie Fauna- und Flora werden dem Besucher sogar noch an den entlegensten Ecken der Provinzen erklärt.
Was man so alles sieht, erfährt und ersitzt sei hier mal kurz zusammengefasst
(eigene Sichtungen):

GEOLOLOGIE

Berge, Hügel, Felsen, Rocks, Boulder, Steine
Täler, Canyons
Seen, Tümpel
Flüsse, Bäche
Rinnsale, Sümpfe

MINERALOGIE

Gravel, Sand, Dreck, Matsch, Schlamm, Staub
GOLD! Silber, Kupfer, Blei, Zink, Wolfram, Asbest

ZOOLOGIE

Moose, Deer, Elk, Cariboo, Rentier
Wildpferd
Wolf, Cougar, Luchs, Rotfuchs, Marder
Bieber, Nerz, Otter
Schwarzbär, Grizzly
Stachelschwein
Bison (Büffel)
Murmeltier, Red Squirrel (Eichhörnchen), Ground Squirrel (Erdhörnchen)
Chipmunk (Streifenhörnchen)
Vögel aller Art u.a.:
Bald Eagle, Golden Eagle, Osprey
Ptarmigan, Sproose Rooster
Puffins , Reiher, Kranich, Schwan, Enten, Loon usw.

Fische aller Art, insbesondere Lachse
Seehund, Seelöwe
Humpback Wal, Schweinswal, Orca, Delphin, Tümmler
Asiaten aller Art (in den BC-Hochburgen)
Sasquatch

KLOOLOGIE

Im Vergleich zu Canada, ist Deutschland eine Diaspora in Sachen der persönlichen Entsorgung. Wie oft hat man zuhause schon auf Wandertouren, bei Besichtigungen von (Natur-)Denkmalen oder auch einfach im Dorf oder der Stadt vergeblich nach einem stillen Örtchen gesucht! Beine zusammen kneifen, ein (oft nicht in der Nähe befindliches) Café oder Restaurant suchen, etwas bestellen und dann schnell Erleichterung suchen – das kennt wohl jeder. Oder man muss Mutter Natur missbrauchen und sich der Gefahr aussetzen, als Wildpinkler verknackt zu werden (zum Glück wurde die Todesstrafe abgeschafft, aber drei Tage schwerer Kerker für ein solches Vergehen sind schon drin).

Ganz anders Canada, das Land der gestillten Bedürfnisse.
Überall findet man Toiletten. Jeder Supermarkt, jeder Laden, jede Tankstelle, jedes Visitor Center, Museum, Rastplatz, Picknickplatz, Trailhead, Boatlaunch  usw. usw. hat mindestens ein Plumpsklo. Und fast immer mit Klopapier!
Selbst mit gestörter Verdauung braucht man keine Angst vor der kommenden halben Stunde zu haben, das nächste Örtchen mit Herz liegt nahe!

Nur eines ist gewöhnungsbedürftig: das fast immer verfügbare Klopapier auf den oft riesigen Rollen. Es ist einlagig und oft „teflonisiert“. Man braucht einige hundert Meter, um damit ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erreichen. Am schlimmsten sind die „Blattspender“, keine Rollen, sondern ein Vorratsbehälter mit  einzelnen, gefalteten Blättern. Fühlt sich an wie Seidenpapier. Wischt auch so. Für optimale Reinigung  muss man den halben Spender leeren.
Hände waschen ist, wegen fehlendem Wasserhahn, oft nicht möglich, dafür gibt es dann einen „Hand Sanitizer“, ein Desinfektions-Gel-Spender im Häuschen.
Canada macht Pee und Poo fast zum Vergnügen.
Eine Auswahl von Etablissements mit steigendem Komfort zeigt die folgende Bilderserie:

Standard Campground Outhouse, Unisex, BC

Standard, für Männlein und Weiblein, Yukon

2x Unisex, Edition „Pferdestall“

Male only, Blau ist die Farbe der NWT

Kombiklo, behindertengerecht, ein „Schornstein“, mit Steinfundament und Studio

Kombiklo, zwei „Schornsteine“

Hordenklo, Blockhausversion

Modell „Finnische Sauna“ mit blickgeschützter Terrasse und Steingarten

Absolutes Luxusmodell mit genialer vorderer Entlüftungslösung, North Canol Road

 

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