In Québec wo die Binsen wachsen (15) – Die Geburtstagsfeier

von Alexander Ausserstorfer

Bild (Alexander Ausserstorfer): Unesco Weltkulturerbe Québec-Stadt

Am Nachmittag, im großen Zelt.
Gus: „Regenbogenauge hat heute Geburtstag. Sie veranstalten eine große Party für sie. Regenbogenauge wird später bei uns vorbeisehen.“ Er blickte auf die Uhr.
Dann verließ Gus das Zelt.
Streuner wunderte sich darüber.
Etwas später kamen tatsächlich Regenbogenauge und ihr neuer Krieger Ding.
Streuner reichte ihr eine Karte samt einem Brief sowie einen Schokotaler. Den Schokotaler aß sie gleich auf. Dann schrieb Regenbogenauge eine kurze Mitteilung an Gus, da dieser nicht da war.
Als Streuner und Regenbogenauge miteinander redeten, merkte man, dass sich Ding nicht mehr ganz wohlfühlte.
Schließlich sagte Regenbogenauge, sie müssten jetzt nach Hause, weil sie noch so viel zu tun hätten.
Regenbogenauge und Ding verließen das Zelt.


Etwas später kam Gus wieder nach Hause.
„Ich hatte nicht gewusst, wo ich hatte hingehen sollen, damit mich Regenbogenauge und Ding ja nicht sehen.“
Dann nahm er den für die Party gemachten Kuchen, bestieg sein Pferd und ritt damit zu ihrer Feier.
Streuner blieb allein zurück. Er verstand an diesem Tag überhaupt nichts mehr.

Kommentar: Wie auch alle anderen Folgen dieser Serie beruht die vorliegende Geschichte auf einer tatsächlichen Begebenheit. Doch diesen Abschnitt meiner Erlebnisse in Québec konnte ich bis heute leider nicht vollständig erklären. Ich weiß nicht, was die damals gemacht haben. Es bleibt bei Spekulationen und offenen Fragen. Warum waren die beiden damals zu uns ins Haus gekommen, und warum hatte Gus es kurz zuvor verlassen, obwohl er gewusst hatte, dass sie kommen? Ich jedenfalls war zur Geburtstagsparty nicht eingeladen gewesen. Das alles war verdächtig. Vielleicht war es diese indirekte Art der Québecer, mit der sie versuchen, jemanden zu helfen. Sowas muss man aber erst einmal verstehen. Hatte ich was falsch gemacht? Drum sei vorsichtig, wenn du in ein anderes Land gehst. Es kann schnell zu schwerwiegenden Missverständnissen mit gravierenden Folgen kommen.

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