Skurriles aus Kanada Nr. 39

von Bernadette Calonego

Wasserpannen

Bild und Text: Bernadette Calonego, Vancouver

 

Die Kanadier sollten sich glücklich schätzen. Kanada besitzt sieben Prozent des weltweiten erneuerbaren Trinkwassers, obwohl nur 0,5 Prozent der Weltbevölkerung in Kanada leben.

Bei soviel Überfluss sollten die Menschen hier eigentlich hervorragendes Trinkwasser haben.  Leider lässt dessen Qualität indes oft zu wünschen übrig. In Vancouver riecht das Hahnenwasser abschreckend nach Chlor. Dasselbe in meinem Haus im Dorf Gibsons an der Sunshine Coast. Gibsons hat sich früher mal gerühmt, das beste Trinkwasser der Welt zu haben. Heute dürfen die Bewohner nicht mal mehr ihr Wasser gratis an der Zapfstelle der Gemeinde holen. Grund: gefährliche Bakterien. In der Nachbargemeinde Roberts Creek, wo ich früher gelebt habe, kommt wunderbar frisches Trinkwasser aus der Leitung. Im Sommer wird es aber stark rationiert, weil das Reservoir nicht für die vielen Leute reicht, die neu hinzugezogen sind.

Viel schlimmer ist es in vielen indianischen Reservaten,  wo sicheres Trinkwasser seit Jahren Mangelware ist.

In der entgegengesetzten Ecke von Kanada, im Städtchen St. Anthony im Norden Neufundlands, gibt es nach Regenfällen immer wieder Warnungen, das Trinkwasser erst zu kochen. Im winzigen Fischerdorf, wo ich mich im Sommer aufhalte, ist das Trinkwasser wirklich schmackhaft. Es kommt aus einer privaten Quelle, die von drei Nachbarn geteilt wird. Die Wasserqualität haben die Leute indes noch nie testen lassen. Ich kann nur hoffen, dass es mich nicht schleichend krank macht. Im Nachbardorf St. Lunaire-Griquet nimmt das Leitungswasser oft die Farbe von verwässertem CocaCola an. Die Gemeinde will nun bessere Filter installieren. Einige Bewohner haben das in ihrem Haus bereits auf eigene Rechnung gemacht.
Aber in der Regel sind die Kanadier nicht bereit, die wahren Kosten für die Trinkwasserzufuhr zu bezahlen. Sie finden schnell mal, die Steuern dafür seien zu hoch.

Wenn ich wieder mal gutes Trinkwasser genießen will, reise ich in die Schweiz.  Dann trinke ich literweise das köstliche, reine Wasser, das in Zürich aus den Hähnen ode aus seinen 1200 öffentlichen Brunnen sprudelt.
Getestet, kostenlos und total gesund.

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