Ontarios Kanu-Paradies

von Gary Kiemle

 

Foto: © Destination Ontario

Ein Zitat von Pierre Berton lautet: „Ein Kanadier ist jemand, der weiß, wie man im Kanu Liebe macht!“

Mike Ranta wollte nicht sagen, ob er sich jemals im Kanu geliebt hat. „Hey, it’s none of your damn business“, sagte Ranta zu einem Reporter, aber er kann nicht leugnen, viel Zeit seines Lebens in einem Kanu zu verbringen.
Er hält den inoffiziellen Rekord für die Auszeichnung der längsten Solo-Kanufahrten, indem er zweimal durch Kanada vom Pazifik zum Atlantik paddelte.

Nun, er war nicht ganz alleine. Sein treuer Begleiter Spitzii, ein reinrassiger finnischer Spitz, der wie ein Fuchs aussieht, saß beide Male auf dem Bug des Kanus.

Im April des Jahres 2016 startete der 44-jährige Ranta mit seinem Kanu in Steveston BC, am Fraser River.
7.700 Kilometer und 200 Tage später zog er es an einen Strand in Cape Breton, Nova Scotia. Die gleiche Tour schaffte er 2015 in 225 Tagen, wollte diesmal aber schneller sein.

 

Foto: © Destination Ontario

In diesen Tagen ist Ranta an Bord eines viel größeren Kanus. Er ist Deckarbeiter auf der Playfair II, einem 70 Fuß langen Fischer-Schlepper aus Killarney, Ontario, der in der Georgian Bay für „Herbert Fisheries“ Fisch fängt. „Herbert Fisheries“ betreibt auch ein Restaurant am Dock in Killarney und behauptet, die besten Fish and Chips der Welt zu haben. Das „Canadian Living Magazine“ stimmt zu, es wurde als eines der 10 besten Fischrestaurants in Kanada ausgezeichnet.

Killarney gilt als Kanuhauptstadt von Ontario – vielleicht auch Kanadas – und viele der ersten Voyageure bauten dort Häuser, da sie den historischen French River leicht erreichten.
Etwas außerhalb vom Dorf liegt der Killarney Provincial Park, einer der beliebtesten Wildnisparks Ontarios.
Es verfügt über mehr als 50 kristallklare Seen auf einem 236.000 Acre großem Gebiet.

Gut ausgebaute „Portagen“ verbinden die Seen. Der Park umfasst die raue Nordküste der Gorgian Bay mit ihrem rosafarbenen Granit.
Der Ort wurde 1820 gegründet und wurde Anfang der 50er Jahre „Shebahonaning“ genannt, was Kanupassage bedeutet. Es wurde später Killarney genannt, nach der Stadt in Irland, Heimat des 26.000 Acre großen Killarney National Park, Irlands ältestem NP.

Und jetzt will Ranta es als Paddelhauptstadt Kanadas etablieren. Um das Erbe der Gemeinde zu würdigen, möchte er die  Geschäfte und die Gemeinde mit seinen handgefertigten Paddel schmücken.
Das erste wird ein 80 Meter langes Paddel sein, das in der Nähe des Haupteingangs eines 3.500 Quadratmeter großen Konferenzzentrums steht, das die anschauliche Killarney Mountain Lodge verzieren wird.

Das Zentrum wird eines der größten Blockhäuser der Welt sein. Die meisten der 600 im Bau befindlichen Rot- und Weißkiefernstämme stammten aus dem nahe gelegenen Wikwemikong Unceded Indian Reservation auf Manitoulin Island.
Douglas Tannen-Stämme aus British Columbia werden als Hauptstützen verwendet.
Die 70 Jahre alte Killarney Mountain Lodge ist eine der bekanntesten Resorts in Ontario.
Die Killarney Lodge und das Sportsman’s Inn Resort and Marina liegen am Killarney Canal, eine malerische Wasserstraße, die von George Island durch die Georgian Bay getrennt ist.

Foto: Ontario Parks

Quelle:  Pat Brennan

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