Die friedvollen Indianer – Teil 5 – Indianer lebten im „Krieg gegen alle“

von Peter Iden

Eine Tiefenstudie der nordamerikanischen Ureinwohner

Der Harvard-Psychologe Steven Pinker machte die Aussage in 2007, dass die indianischen Gesellschaften und das Leben der Indianer vor Ankunft des weißen Mannes weitaus gewalttätiger war, als unser Leben. Er stimmt mit dem Philosophen Thomas Hobbes (1588-1679) überein, der bereits im 17. Jahrhundert behauptete, dass die Menschheit sich durch ihre Intoleranz und Ignoranz in einem Dauerzustand des Krieges befindet.
Gemeinsame Interessen oder Ziele führen zu zeitweiligen, oft nur kurzfristigen Bündnissen oder Übereinkommen einiger Gesellschaften (wofür wir genügend Beweise selbst in unserer Zeitperiode haben).
So lebten auch die indianischen Urbewohner Nordamerikas im „Krieg gegen alle“ und koexistierten nur relative kurze Zeit friedvoll miteinander. Sie waren niemals zufrieden mit ihrer Macht, ohne nach mehr zu suchen.
Sklaverei, Brutalität, Kriegs-Allianzen und Kriege gegen verwandte Stämme sind kein alleiniges Erbe der Europäer.
Wie immer waren es nur einige der Krieger unter den Indianern (und oft nicht die Häuptlinge), welche in ihrer Suche nach mehr Ruhm und Ehre den kriegerischen Weg der Stämme bestimmten.
Friedvolles Erreichen dieses Ziels war selten, wie aus vielen Funden in ganz Nordamerika durch von Kriegsäxten zerschmetterten Köpfen, sowie in Skeletten eingebetteten Pfeilspitzen klar erkenntlich ist.

Die Eingeborenen-Kriege in Kanada:

In den Eingeborenen-Kriegen (Indian Wars) in Kanada zwischen den Haudenosaunee (Iroquois) gegen die Franzosen und den vielen mit diesen alliierten Stämmen war die Dezimierung der Krieger so zahlreich, dass die Irokesen ihre Krieger-Banden beauftragten, männliche Gefangene zu ihren Stämmen zurück zu bringen, um das Gleichgewicht von Männern und Frauen zu verbessern. Normalerweise war der einzige Weg nach den „raids“ die gefangenen Gegner entweder zu töten oder sie als Sklaven zu benutzen, oder sie rituell und formell in ihre Stämme zu integrieren. Sämtliche weibliche Gefangene wurden als Sklaven angesehen. Mehr als 60 % der Haudenosaunee bestand aus Gefangenen (also auch ihr heutigen Nachkommen), die in die Stämme der Iroquois „adoptiert“ und integriert wurden.
Zwei neuere Bücher („War Before Civilisation: The Myth of the Peaceful Savage“ (1996) des Antropologen Lawrence Keeley; und „The Myth of the Peaceful, Noble Savage“ (2003) des Antropologen Steven LeBlanc) ändern die Mythologie des „Noblen Friedvollen Wilden“ auf den „Ewig Kriegerischen Wilden“ und werfen damit die alte Mythologie auf den Müllhaufen der Desinformationen.
Krieg gegen Rivalen war für Indianer so natürlich wie das Atmen. Die Stämme kämpften nicht nur um Land und Jagdgebiete. Und für die Kämpfe waren keinesfalls die Häuptlinge (Chiefs) verantwortlich, wie generell geglaubt, sondern prominente Krieger, die ihren Platz als Führer in den Stämmen durch ihren Mut in Schlachten, in der Anzahl von gefangenen Sklaven und gestohlenen Pferden, und auch durch ihre Vergewaltigungen von Frauen der Gegnerstämme gewonnen hatten.
Die Anzahl der von den indianischen Kriegern bei ihren französischen oder englischen „Arbeitgebern“ für „Kopfgeld“ abgegebenen „scalps“ (den Haaren getöteter Feinde) war ebenfalls das Zeichen eines erfolgreichen indianischen Kriegers.

Skalpieren ist eine europäische Erfindung:

Allerdings waren „Scalping“ und „Schopfgeld“ keinesfalls eine indianische Erfindung. Das Abschneiden und die öffentliche Schaustellung von Köpfen politischer und persönlicher Gegner war bereits in der griechischen „Krippe der menschlichen Zivilisation“ ein Siegeszeichen für die Rache an der oft fabrizierten Kriminalität der Opfer. Kopfgelder gab es in England und vielen anderen europäischen Ländern. Abgehackte Köpfe wurden öffentlich zur Schau gestellt als Warnung für Gegner der Machthaber.
Im heißen Nordamerika war der Transport von abgeschnittenen Köpfen und anderen Körperteilen über die gewaltigen Entfernungen nicht praktisch. Es war Willem Kieft, Direktor der Dutch West India Company, ein Indianer-Hasser, der 1643 als erster Bezahler einer „Schopfsumme“ für Skalps von Indianern dokumentiert wurde. Kiefts mordende Aktivitäten als Verfolger von Indianern brachte der Dutch India Company alles andere als Ruhm, und er wurde 1647 terminiert und von Peter Stuyvesant abgelöst.
Im Jahr 1703 zahlte die Massachusetts Bay Colony 60 Dollar für jeden indianischen Skalp. In 1756 in Pennsylvania, deklarierte Gouverneur Morris ein Kopfgeld von 130 „Pieces of Eight“ (die spanische „doubloon“, die erste Weltwährung) für jeden Skalp eines Indianers im Alter von über 12 Jahren, und 50 Pieces of Eight für jeden weiblichen Skalp. Massachusetts zahlte 1756 bereits 40 British Pounds für Skalps von männlichen Indianern, 20 Pounds für Frauenskalps und Skalps von Kindern unter 12 Jahren. Angeblich nur für den Beweis der Tötung eines feindlichen Indianers gedacht, führten diese Schopfgelder nicht selten zur Ermordung harmloser und nicht-feindlicher Indianer.
Die Medien haben inzwischen auch ihre Darstellungen anders koloriert als in den alten „Spaghetti-Westerns“ und vielen darauf folgenden Filmkreationen von Walt Disney und anderen. In dem HBO Dokudrama „Bury my Heart at Wounded Knee“ (2007) beschwert sich der Hunkpapa-Lakota-Häuptling Sitting Bull bei einem US-Armee-Oberst über die Gewaltsamkeit der Soldaten gegenüber seinen Kriegern. Der Oberst antwortete: „Ihr habt euch doch schon seit Hunderten von Monden gegen-seitig umgebracht, lange bevor der erste Weiße Mann diesen Kontinent betrat!“

Die ersten Kolonisatoren und Siedler waren noch willkommen:

In den ersten Fällen des Ankommens der Weißen wurden sie von den Indianern waffenlos, freundlich und gegenkommend begrüßt, zweifellos als Teil ihres Glaubens, dass die Ankömmlinge Abgesandte ihrer Götter waren. Columbus, der als Erster die Arawaks der Karibik dort antraf, erfuhr diese Freundlichkeit der Eingeborenen, wie auch die ersten Pilger 1620 bei ihrer Ankunft auf der „Mayflower“ freundlich von den lokalen Wampanoag-Indianern empfangen wurden, und in der ersten Zeit ihres Lebens in ihrer neuen Heimat von diesen teilweise proviantiert wurden.. Alles gut, Ende gut? Leider nicht.

Die Kolonisations-Politik der Europäer:

Hier sind nun einige Worte über die Politik der kolonisierenden Länder am Platz. Die Engländer setzten fast sofort nach dem Bau der ersten amerikanischen Kolonie, nachdem es zu einigen Problemen im Zusammenleben mit den Indianern kam, die ihnen eigene „Kolonial-Politik“ ein. Und die war, wie schon in den anderen britischen Kolonien bewiesen, oft brutal. Nicht so brutal wie z.B. die belgische von König Leopold (dem „Schlachter“) in seiner Kongo-Kolonie, wo Hunderttausende (vielleicht sogar Millionen) Kongolesen starben, nachdem sie brutal gepeitscht wurden oder sogar ihre Hände abgehackt bekamen, wenn sie nicht ihre Arbeits-Quoten erreichten.
Europa war 1884 damit beschäftigt, Afrika unter seinen Ländern aufzuteilen, und die Kolonial-Politik einige dieser Länder war nicht weniger brutal. Nicht anders als Leopold verfuhren die Franzosen mit den Nord-Kongolesen, die Spanier mit den Eingeborenen Mittel- und Süd-Amerikas, die Portugiesen in Angola, Zentral-Mittelamerika und im Amazonas-Gebiet von Süd-Amerika, die Briten mit den Eingeborenen von Nord-Amerika und Australien, und in Süd-Afrika.
Deutschland war ein später Ankömmling im Rennen um afrikanische Kolonien. Ein erst seit 1871 bestehendes junges Reich unter Otto von Bismarck, der keine kolonialen Ambitionen hatte, bis er 1884 davon überzeugt wurde, sich ebenfalls um Kolonien zu „bewerben“. Und weil ihm der Begriff „Kolonien“ zugegen war, nannte er diese „Schutzgebiete“, in denen er den deutschen Handel schützen wollte.
Es blieben ihm nur wenige Gebiete in Afrika, welche von den anderen Ländern nicht erwünscht waren: Kamerun, Tansania, Uganda und Namibia, und einige andere im Pazifischen Gebiet, wie Papua Neu-Guinea, Nauru und die Solomon-Inseln. Erstaunlich also, dass sich Deutschland auf Platz Drei nach England und Frankreich im afrikanischen Kolonial-Rennen hocharbeitete.

Die kriegerische Lebensauffassung der Indianer:

Aber zurück zu dem ursprünglichen Thema der ehrenhaften und friedvollen Indianer. Die Tatsache bleibt bestehen, dass die Indianer eine allgemein kriegerische Auffassung des Lebens hatten. Die oft propagierte Auffassung, dass sie im Gleichgewicht mit der Natur lebten ist ebenso falsch. Sie lebten von und mit den Ressourcen ihres Landes. Wenn diese überfordert wurden, z.B. das essbare Wild zu karg wurde, wanderten die nomadischen Stämme unter ihnen in neue Gegenden, wo ihr Ankommen von den dort lebenden Stämmen nicht gerade erwünscht war. Resultat: Krieg.
Wurde den mehr landwirtschaftlich gesinnten Stämmen ihr Land zu sehr übervölkert, wanderten auch sie in neue, bereits von anderen Stämmen besiedelten Gegenden. Resultat: Krieg.
Die Chiefs waren ältere Stammesmitglieder, sozusagen die „Leiter der „Geschäfte“ der Stämme. Sie nahmen nicht teil an den „War Raids“ und Kriegen. Diese Tatsache jedoch lag nicht im Verständnisbereich der US-Obersten. Wenn sie mit den Leitern der War Parties kämpften oder verhandelten waren sie generell der Meinung, dass sie es mit Häuptlingen (Chiefs) zu tun hatten.
Die „Blackfoot Confederacy“, war eine der mehreren Konföderationen indianischer Stämme. Sie bestand aus den Stämmen Kainai, Piikani und Siksika in Süd-Alberta und Saskatchewan sowie in Nord-Montana. Sie lagen im ewigen Kriegsstatus mit der Allianz der Cree und Assiniboine sowie mit den Shoshone -und Kootenay-Stämmen des Nordens.
Die Bündnisse (Allianzen) der Lakota, Cheyenne und Arapaho sowie die Blackfoot-Allianz hatten wiederum Feinde in den Stämmen der Nez Perce, Flathead, Kutenai, Kiowa, Kiowa-Apache und Shoshone.
Die Geschichte der Feindschaften und Kriege der indianischen Stämme untereinander vor der Ankunft des weißen Mannes ist bereits schriftlich in Berichten, Büchern und geschichtlichen Recherchen aufgezeichnet und könnte zusammen einen erheblichen Teil einer Bücherei füllen.
Weit mehr Indianer starben als Resultat von Stammes-Kriegen mit Rivalen als durch die amerikanischen Armeetruppen. Die Comanches z.B. wurden von nördlichen Stämmen südwärts vertrieben, bevor sie Pferde von den Spaniern und Mexikanern stahlen und die vorwiegenden Beherrscher von „Comancheria“ (dem zentralen Süden Nordamerikas) wurden. Sie blockierten die westliche Ausdehnung der Besiedlung etwa ein halbes Jahrhundert lang. Sie vertrieben die Apachen und vernichteten fast alle anderen Stämme entlang der mexikanischen Grenze.

Im Norden (Kanada) war es nicht anders:

Im Norden und in Kanada wurde die „Iroquois Confederation“ (dominiert von den Mohikanern), zuerst von ihren holländischen und später den britischen Kolonisten bewaffnet und gegen die Huronen und ihre verwandten Stämme mobilisiert. Diese wiederum wurden von den Franzosen, ihrem vorwiegenden Handels-Partner, bewaffnet. Die Mohawks scheuten sich nicht davor, auch andere Mitglieder der Iroquois Federation zu bekämpfen. Die Irokesen wiederum zerstörten brutal mehrere andere Stammesverbindungen, wie z.B. die der Huronen, der Neutrals, der Erie, der Susquehannock und der nördlichen Algonquins.
Mit dem Ende des Siebenjährigen Krieges und ihrem Gewinn im Jahr 1637 über die Franzosen, übernahmen die Briten auch New Holland, und die bisher französischen Kolonien inklusive Kanada, änderten den Namen von Nieuw Amsterdam auf New York, und warben die Irokesen als ihre indianischen Partner an,
Berittene Lakota-Sioux-Krieger vertrieben z.B. die Blackfeet und Crow nach dem Westen, wo diese mit den Plateau-Indianern kollidierten und sie bekämpften.
Im Norden von Amerika und in Kanada war die Situation nicht anders, auch ohne Pferde. Die „Biber-Kriege“ zwischen den Algonquins und den Irokesen und deren verbündete Franzosen und Briten im St-Lorenz-Tal und den Großen Seen wurden im 17.Jahrhundert aufgrund der Kontrolle des Pelzhandels von den Kolonial-Mächten inszeniert. Die Iroquois kämpften um diese Kontrolle gegen die Huronen, die Algonquians und ihre französischen Verbündeten. Wo vorher zwar ewige Kriege zwischen den Stämmen vorkamen, aber keine ökonomischen Motive für diese bestanden, wurden sie den Stämmen von den Kolonialherren gegeben.

Die Lösung westlich der Rocky Mountains – Potlatch:

Prä-Kolumbianische Kriege in den Küstenstreifen westlich der Rockies waren geringfügig. Die Indianer der Westküste sowie die des Columbia Plateaus und der Arktik neigten eher dazu, ihre Probleme persönlich zu verhandeln. Zeremonien wie die „Potlatches“ (Chinook: patshatl) waren die traditionellen Handelstreffen der Küsten-Indianer (wie z.B. der Tlingit, Makah, Nuu-chah-nulth, Kwakwaka’wakw, Nuxalk, Haida, Tsimshian, Salish und der subarktischen Dene-Kultur. Potlatches wurden meistens zur Feier wichtiger Anlässe wie Hochzeiten, Geburten und Begräbnisse abgehalten, mit Festessen, Tänzen und schauspielerischen Beigaben. Sie dauerten oft mehrere Tage.
Wertvolle Geschenke wurden ausgetauscht wie Wolldecken, Kleidung, Holzkästen, Esswaren und andere Geschenke, darunter auch Sklaven. Zusätzlich zu der Verteilung von Reichtümern und der Aufrechterhaltung verwandtschaftlicher Verbindungen wurden bei Potlatches auch die Solidarität und die hierarchischen Verbindungen der Stämme diskutiert und geordnet, sowie individuellen Rechte über die Gebiete, in denen die Stämme jagen und fischen durften.

Kanada: Potlatches wurden verboten:

Die kanadische Regierung verbot Potlatches als „unchristlich“ von 1884 bis 1951 durch Änderungen im Indian Act. Das letzte größere Potlatch, mit 300 Gästen, wurde im Jahr 1921 heimlich in Mimkwanlis auf Village Island (nördlich von Vancouver Island) abgehalten, zu Ehren des Chiefs Daniel Cranmer des Mamalilikulla-Stammes. Weiße Indian Office Offiziere erschienen plötzlich (wohl auf Tipps von eifersüchtigen Stämmen), beschlagnahmten sämtliche Austausch-Geschenke und erhoben Anklagen gegen die Organisatoren und Teilnehmer. Dreißig Jahre später, 1951, wurde das Anti-Potlatch-Gesetz aufgehoben. Kleinere Potlatches werden noch heute von einigen Stämmen aus traditionellen Gründen arrangiert.
Die Lakota-Sioux, Favoriten bei den deutschen Indianer-Liebhabern:
Die oft erwähnten Lakota (Sioux) waren ursprünglich eine verbreitete Gruppe von westlichen Stämmen, darunter sieben Untergruppen der Lakota (den Mdewakanton-, Sisseton-, Teton-, Wahpekute-, Wahpeton-, Yankton- und Yanktonai-Tetons) die nur teilweise in ihrer Geschichte in den Plains lebten. Die Sioux gehörten zu den blutrünstigsten Stämmen.
Durch Kriege mit den Anishnaabe (Chippewa) wurden sie langsam nach dem Süden und dem Westen verdrängt. Sie wiederum verdrängten die Omaha, deren Kriegergruppen 80 bis 100 Mitglieder hatten, die (außer Moccasins und Lendentuch) nackt und federlos kämpften.
Um 1742 ergatterten die Lakota-Sioux sich Pferde durch Diebstahl, und Gewehre durch Tausch. Auf ihren nomadischen Wanderungen nach Süden kollidierten sie mit den Pawnees, welche keine Pferde hatten und dadurch im Nachtreffen waren. Die Pawnees und die Sioux hatten weit mehr Probleme miteinander, mit allen anderen Stämmen und mit den weißen Siedlern, besonders als der California Gold Rush im Jahr 1850 dazu noch mehr als 50 000 Goldsucher anlockte, die sämtlich durch Pawnee- und Sioux-Territorien wanderten.
In den 1860er- und 1870e-r Jahren waren die Amerikaner auf Kriegsfuß mit den Lakota-Sioux, Cheyenne und Arapahos. Die Pawnees kämpften gegen diese schon seit längerer Zeit, also fragte die US-Regierung die ihnen freundlich gesinnten Pawnee-Stämme um ihre Hilfe im Kampf gegen die Regierungs- und weiß-feindlichen Indianer, weil die Pawnees viel Erfahrung im Krieg gegen die gemeinsamen feindlichen Stämme hatten. Die Pawnees waren zu diesem Zeitpunkt der größte Stamm, mit etwa 10 000 Mitgliedern. Am 5. August 1973 fand die letzte Schlacht zwischen den Pawnee und den Lakota-Sioux im Massacre Canyon von Nebraska statt. Die Pawnees wurden von den Sioux bei der Bison-Jagd umzingelt und etwa 150 Pawnees getötet.
Die Behandlung der Indianer nach der Gründung der Vereinigten Staaten und Kanada ist eine andere Geschichte, die nicht in den Rahmen dieses Beitrags passt oder gehört.

Das Fazit lautet also wie folgt:
Die Vorstellung, dass die Indianer „friedvoll und ehrenhaft“ waren, sollte durch die heute bekannten Fakten schlafen gelegt werden. Kriege, Überfälle, Mord, Entführungen, Sklaverei, Vielweiberei und Vergewaltigungen sind nicht die Basis, auf der man seine Ideale und Träume aufbauen sollte.

 

Dies war der letzte Teil einer Tiefenstudie der nordamerikanischen Ureinwohner  zu denen auch folgende Teile gehören:

Teil 1 – DIE EHRENHAFTEN UND FRIEDVOLLEN INDIANER?

Teil 2 – Die Romantisierung der Indianer in Deutschland

Teil 3 – Die Kultur der Indianer

Teil 4 – Buffalo Bill, der Held aus Amerika?

 

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1 Kommentar

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Matheisl, Willy 5. Mai 2019 - 14:38

Hallo Peter,
Respekt! So viel geballtes Wissen zu Papier gebracht. Intersant von A bis Z zu lesen. Grüsse aus Bayern, Willy

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