Kanadische Sprachbegriffe sind im Osten anders als im Westen

von Peter Iden
Wer das kanadische Englisch beherrschen will, muss auch die zahlreichen Sprachbegriffe kennen, welche aus verschiedenen Quellen stammen, jedoch oft nur in einigen Teilen des Landes bekannt sind.
 
Mit Ausnahme von Newfoundland hat das kanadische Englisch keine auffälligen Dialekte wie z.B. das Englisch der USA oder das Deutsch in den deutschsprachigen europäischen Ländern.
 
Kanadisches Englisch ist z.B. die Quelle von zahlreichen originellen Namen für Körper- und Kopfbedeckungen. Auch andere (für Nicht-Kanadier unverständliche) Begriffe sind zahlreich, und man muss schon einige davon kennen, um an einer normalen kanadischen Unterhaltung teilnehmen zu können.
 
Dazu kommt eine große Anzahl regionaler Worte welche nicht in allen Teilen des Landes verstanden werden. Hier sind  einige Beispiele, in absolut keiner alphabetischen oder verwandten Reihenfolge:

Tuque:
 Eine “Tuque” ist eine warme gestrickte Muetze, traditionell aus Wolle, welche im Winter getragen wird. Der Begriff wird nicht selten auch als “Toque” oder “Touque” geschrieben. Obwohl er französischen Ursprungs ist, wird er heutzutage als “typisch kanadisch” angesehen, wie auch der “Beaver Hat” (zuerst in Frankreich hergestellt), der “Tilley Hat” (mit seinem Ursprung in Toronto), der “Pangnirtung Hat” (von den Inuit der Ost-Arktik) und der (urspruenglich afrikanische) “Mountie Hat” der RCMP.
Chinook:
 Die “Chinook Winds” (“Chinooks”) sind die warmen, feuchten Küstenwinde welche im Winter über die Rocky Mountains nach Alberta eindringen und die Städte wie Calgary und Edmonton erheblich erwärmen, manchmal um 20 Grad und mehr. In einigen Gegenden Alberta’s passieren Chinooks bis zu 30-mal im Winter und machen den Winter dort mehr erträglich. Man kann sie mit den im Süden Europas über die Alpen blasenden Föhn-Winden vergleichen.
Kitty-Corner:
“Kitty-corner” ist ein richtungsweisender Begriff, welcher auf einen Punkt (z.B. ein Gebäude) diagonal von einem Standpunkt gesehen hinweist. Beispiel: “The School is kitty-corner to the Shopping Plaza”.
 
Borscht:
Eine saure Rote-Beetesuppe aus Osteuropa und Nordasien, obwohl dieses Gericht in Kanada meistens als typisch ukrainisch angesehen wird. Borscht wird generell auf kleiner ohrenförmiger Pasta serviert.
 
Gitch, Gotch, Gonch, Gotchies, etc.:
“Gonch” oder “Gotch” ist das Slang-Wort fuer Unterwäsche in Manitoba und Saskatchewan. In Alberta ist es “Gonch”. Im Osten ist sie bekannt als “Undies” oder “Briefs”. Die Slang-Worte kann man jetzt auch in dem kanadischen Oxford Dictionary finden. Lange Unterhosen und auch Ski-Unterhosen sind “Longjohns.
 
Eh und Hey:
Ost-Kanadier haben den (oft belächelten) Ruf, das sie immer die Nachsilbe “eh” an ihre Saetze anhängen. Das ist im Osten des Landes die Gewohnheit (ich ertappe mich selbst öfter dabei), aber im Westen sagt man anstatt dessen öfter “hey”, wie z.B. in “That was a good movie, hey?”.
 
Cabin:
Während die Ost-Kanadier ihre Ferienhäuser oft als “Cottages” betiteln, sind sie im Westen exklusiv “Cabins”. Die Leute dort sehen “Easterners” verständnislos an, wenn diese von ihren “Cottages” sprechen.

Bunnyhug oder Kangaroo Jacket:
Die “Hoodie” oder Kapuzenjacke des Ostens wird zu einem “Bunnyhug” sobald man die Grenze von Saskatchewan überschreitet. Weiter westlich in den Prairie-Provinzen wird die Kapuzenjacke zum “Kangaroo Sweater”.
 
Fubar und Hooped:
Der Film “Fubar” wurde in Calgary gefilmt und machte dieses Slang-Wort bei vielen Leuten populär. Generell im Sinne von “I f….d up” wenn man z.B totalen Mist gebaut hat. “Hooped” hat eine ähnliche Bedeutung, wenn etwas hoffnungslos verkehrt gelaufen oder total verschraubt (“screwed up”) ist.
Old Dutch:
“Old Dutch” Potato Chips gab es ursprünglich nur in den Prairie-Provinzen. Damals wurden sie in Minneapolis in den USA hergestellt, bis die Firma eine neue Fabrik in Manitoba baute. Für viele ältere Kanadier ist “Old Dutch” noch immer noch ein Begriff für die ursprünglichen “Sour Cream and Cheddar Cheese Cips”.
Vi-Co:
Vi-Co war eine Marke von Schokoladenmilch, welche es nur in Saskatchewan und in einigen Gegenden von Manitiba gab, bis die Firma in 1995 von der Dairyland-Firma gekauft wurde. Viele Saskatchewaniter fragen noch heute beim Einkaufen nach “Vi-Co.
Pil:
 “Pil”, oder “Old Style Pilsner”, ist DAS Bier in Saskatchewan, ohne Frage!
May 2-4 oder May Long:
Heute fast in ganz Kanada bekannt, wurde der Begriff “2-4” (Two-Four) in den Prairie-Provinzen geboren. Kanadisches Bier ist in Kartons von entweder 6, 12 oder 24 Flaschen kaufbar. “2-4” bezieht sich auf den größeren Karton, die “Ration” welches sich viele Kanadier für ein langes Wochenende von drei Tagen kaufen. Zwei Freunde, welche ihre Bierquota für eines der mehreren 3-Tage-Wochenenden planen, kann man also überhören “Let’s get a couple of Two-Fours this weekend”. Die 12’er Packung wird einfach “a Case of Beer” genannt. Den Begriff “May Long” habe ich noch nicht gehört, Das lange Wochenende im Mai (Victoria Day) ist schliesslich nicht das einzige der fünf gesetzlichen dreitägigen Wochenend-Feiertage in Kanada.
 
Twenty-Sixer oder Twixer:
Die meisten Alkohol-Flaschen in Kanada und den USA enthalten 128 Fluid Ounces (750 ml). Eine Flasche mit 750 ml ist (besonders in den USA) als “Fifths” bekannt, denn 750 ml sind etwa eine Fünftel Gallone. Ein “shot” (Schuss) Alkohol enhält etwa 1.5 Fluid Ounces (44 ml). Beide Begriffe sind mir persönlich unbekannt.
 
Family Day:
Die drei Prairie-Provinzen (Manitoba, Saskatchewan, Alberta) sowie Ontario und New Brunswick feiern “Family Day” jeden dritten Montag im Februar. Dieser Feiertag stammt aus dem Wunsch eines Extra-Tages im kalten Februar. Sorry, Quebec und die anderen Maritimen Provinzen sind dem Rest von Kanada (ROC) noch nicht nachgefolgt.
Runners:
Prairie-Enwohner wissen zwar, was “Sneakers”, “Walkers” oder “Trainers” sind, ziehen aber vor, Tennisschuhe als “Runners” zu bezeichnen.
 
Garburator:
“Garburators” sind in die Spülbecken der Küche eingebaute Abfall-Zerkleinerer fuer Weichabfall, welche diesen zermahlen und in das Abflusswasser leiten. Scheinbar sind sie im Westen Kanada’s weit mehr verbreitet als im Osten. In den älteren Häusern in Kanada findet man sie selten (außer als Nachrüstung), aber in den neueren Häusern sind sie oft bereits eingebaut. Aus ökologischer Sicht sind Garburators eine fragliche Einrichtung, obgleich das Gegen-Argument ist, dass der meiste Weichabfall natürlichen Ursprungs und daher zersetzbar ist.
 
Kanada ist mit 78 kg/p.P. per Jahr einer der größten Lebensmittel-Verschwender der Welt nach den Vereinigten Staaten (95 kg) und Belgien (87 kg), gefolgt von Österreich, Litauen und Frankreich (106 kg), Australien (76 kg), Griechenland und China (mit je 44 kg), und Indien (51 kg) am anderen Ende der Skala. Mit 55 kg liegt Deutschland ebenfalls nahe dem niedrigsten Punkt.
 
Homo Milk:
Milch mit 3.35% Milchfett, aber nicht zu verwechseln mit “Whole Milk”, also reiner Milch, welche zwar homogenisiert, aber mit Kuhmilch am dichtesten verwandt ist. Sie enthält außer dem Milchfett noch Vitamine, Mineralien, Zucker (Laktose) und Proteine wie Kasein und Molke. Eine Bemerkung zu diesem Fakt ist, dass in Kanada alle Milchsorten homogenisiert sind: “Skim Milk” (fettlos), 1%, 2%, 3%, 3.5%, Buttermilch sowie mehrere Sorten von “Milk Creme”.
“Homo” ist allerdings ebenfalls eine manchmal benutzte Abkürzung fuer “Homosexuell”, obwohl der gebräuchlichste Begriff für homosexuelle Menschen “Gay” ist.
 
Beater:
Alte rostige Autos im Westen Kanada’s scheinen selten zu sterben, besonders in den trockenen Prairies. Man nennt sie dort “Beaters”. Im Gegensatz zum Osten, wo die Besalzung der Straßen und der Rost vorwiegend ist. Hier im Osten sind sie besser bekannt als “Rust Buckets”, “Clunkers”, “Old Heaps” oder “Jalopies”.
 
No-see-ums:
Die winzigen, fast unsichtbaren Fliegen an den Stränden Kanada’s hinterlassen kleine juckende Beulen auf der Haut. Der Name “No-see-ums” ist Slang für “man kann sie nicht sehen”.
Booting:
Wenn man Alkohol oder Zigaretten für einen außerhalb eines Ladens stehenden Minderjährigen (das ist nicht selten in Kanada) kauft, nennt man das “booting” oder “bootin”. Die Quelle ist der Begriff “Bootlegging”, populär in der Nationalen Prohibition von 1918 bis 1920 sowie in den nachfolgenden zwei Jahrzehnten.
 
Stuffies:
Als „stuffed toys“ im Rest des Landes bekannt, aber im Westen als “Stuffies”.
Appys or Appies:
 In Alberta kann man auf fast allen Restaurant-Menüs “Appys” finden. Im Rest von Kanada werden sie als “Appetizers” (Appetitanreger) verkauft.
Felts:
 “Markers” oder “Highliters” im Osten, “Felts” im Westen, sicherlich wegen der Filzspitzen dieser Markierungsstifte.
 
Lunch Kit:
Ein “Lunch Kit” im Westen ist eine “Lunch Bag” im Osten.
Gym Strip:
“Gym Clothes” (Sportkleidung) im Osten, “Gym Strip” in Alberta und weiter im Westen.
 
ABM und ATM:
Bankmaschinen, “Automated Banking Machines” (oder einfach “Bank Machines” in Kanada, obwohl sie in einigen Gegenden und in den USA als “ATM” (Automated Teller Machines) bekannt sind.
 
Eavestrough:
Der Trog entlang der Dachlinie, welcher Regen ableitet und Blätter ansammelt. In einigen Provinzen und in den USA als “Gutter” bekannt.
 
Wicket:
Bekannt bei Kanadiern welche die vergitterten Bankschalter, öffentliche Regierungsschalter usw. besuchen. Von vielen jedoch auch “Counter” oder “Window” genannt. In England ist “Wicket” das Törchen beim Cricket-Spiel.
 
Pencil Crayons:
Die farbigen Wachsstifte der Kinder, abgeleitet von dem französischen “crayon du couleur”. Für die Amerikaner sind es “Colored Pencils”, in England “Colouring Pencils”.
 
Bachelor Apartment:
Eine Einzimmer-Wohnung mit Bad aber ohne Schlafzimmer. In den USA als “Studio Apartment” oder “Efficiency Apartment” bekannt, in England als “Studio Flat” oder “Bachelor Flat”.
 
Gas Bar:
Tankstellen sind in Kanada und den USA als “Gas Station” bekannt. Ab und zu auch als “Gas Bar”. In England sind sie “Petrol Stations” oder “Garages”.
 
Donair:
Ein traditionelles Essen in Griechenland und der Türkei, eine Art Flachbrot (Tortilla) vollgestopft mit gewürztem Lammfleisch und einer Soße nach der Tradition des jeweiligen multinationalen Kochs.
 
Deutsche werden mit den diversen Mittelmeer-Spezialitäten wie Gyros, Kebabs und Döner bekannt sein. Ihre kanadische Geschichte geht in die 1970’er Jahre zurück, als der griechische Restaurateur Peter Gamoulakos in Halifax zuerst Gyros, Döner und “Kabobs” zubereitete und verkaufte.
 
Icing Sugar:
Fein granulierter Zucker zur Bereitung von Glasuren auf Keksen, Kuchen usw. Die Amerikaner nennen es “Powdered Sugar” oder “Confectioner’s Sugar”.
 
Whitener:
Ein Milchfreies Puder oder milchfreie Flüssigkeit um Kaffee oder Tee weiß zu machen. In den USA fragt man nach “Non-dairy Creamer”.
 
Hogtown:
Schweinestadt – in Slang-Name für Toronto. Ein englischer Immigrant, William Davies, eröffnete in 1854 einen Stand im St.Lawrence Farm Markt (noch heute offen auf der Front Street im Zentrum der Stadt). Er hatte wenig Erfolg, bis er in den Massenverkauf von Fleisch überwechselte.
 
Toronto war zu der Zeit das Handelszentrum für Schweinefleisch, und in 1900 verschiffte Davies das Fleisch von 30.000 der halben Million Schweine, welche von Toronto jährlich verschifft wurden. Seine Firma war die Basis für die Gründung von Canada Packers und Maple Leaf Foods.
 
Der Begriff “Hogtown” (Schweinestadt) wurde praktisch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts als Beleidigung von Toronto in ganz Kanada benutzt. Noch heute hört man ihn zwar selten, aber nur von Leuten, welche in Ignoranz der heutigen führende Weltmetropole leben.
 
Fire Hall:
Der Platz wo Feuerwehrleute arbeiten. “Feuerhalle” auf Deutsch, “Firehouse” oder “Fire Station” für die Amerikaner.
 
Robertson Schraubenzieher und Schrauben:
Wer in Kanada viel mit Schrauben und Schraubenziehern umgeht, kennt den Namen “Robertson”. Peter Lymburger Robertson war ein kanadischer Werkzeugverkäufer, Erfinder, Industrialist und Philantrop der frühen 1900’er Jahre. Bis 1909 waren seit mehreren Jahrhunderten flachköpfige Schlitz-Schrauben wellweit im Gebrauch.
 
Ein Unfall mit einem abgerutschten Schraubenzieher bewog Peter dazu, eine bessere Schraube und einen Schraubenzieher dafür zu erfinden. Die Herstellung seiner Schraube mit einer viereckigen Versenkung im Kopf wurde bereits in 1908 in Milton, Ontario begonnen und in 1909 in Kanada als Patent registriert.
 
Die Robertson Schrauben und Schraubenzieher werden heute von der nach China verkauften Robertson Inc. in Jiaxing, Zhejiang hergestellt.
 
Jiffy Marker:
Ein “Permanentmarker” oder “Wischfester Markierstift”. In Kanada als “Sharpie”, “Magic Marker” oder “Felt Tip Pen”, auch als “Jiffy Pen” bekannt.
 
Mickey:
Eine kleinere Flasche mit 375ml Alkohol. Eine kleine (Metall-)Flasche in der Jackentasche („Flachmann“) wird ebenfalls als “Mickey” betitelt.
 
Forty-Pounder:
Eine nicht weit bekannte aber falsche Benennung einer 1,14 Liter (40 oz.) Flasche Alkohol. In den USA fragt man beim Kauf nach einem “Forty-Ouncer”.
 
Sixty-Pounder:
Eine Flasche Alkohol mit 66 oz. (1.75 Liter) Inhalt. Ein Format welche ich noch nie in einem Liquor Store gesehen habe.
 
Fragt man danach in den USA wird man ungläubig angesehen: “Mann, seid ihr Kanadier so große Säufer?” Die beste Antwort darauf ist: “Nein, aber unser erster Premierminister war einer!”
 
Texas Mickey:

Eine Flasche mit 3 Liter (101 oz.) Alkohol-Inhalt. Die habe ich auch noch nie in Ontario oder einer anderen Provinz gesehen. Die Prohibitionszeit in Kanada endete in 1933. Aber auch der Transport von Alkohol über die provinziellen Grenzen wurde bereits in 1928 gesetzlich verboten. Dieses Gesetz wurde endlich in 2012 in Kanada bundesweit aufgehoben, hängt aber noch in den provinziellen Gesetzbüchern, weil diese die Alkohol-Gesetze verwalten.

Obwohl die erste Winzerei in Ontario bereits in 1866 auf Pelee Island im Lake Erie eröffnet wurde, gab es bis in die 1980’er Jahre noch keine guten Weine, wie wir sie aus Deutschland gewohnt waren. Also fuhren wir ab und zu nach Quebec, wo europäische Weine as Portugal importiert und in Flaschen von einer Imperial Gallon (4.5 Liter) gefüllt wurden. Wir brachten meistens 2 bis 3 Flaschen mit, was für den persönlichen Gebrauch erlaubt war. Kein sehr “guter” Wein, aber für unseren Geschmack damals annehmbar. Der wurde allerdings nicht sehr viel später von den neuen europäischen Winzern und der Gründung der “Vintners Quality Alliance” in Ontario (1988) und British Columbia (1990) bestens erfüllt.

 
Take off, eh:
Ein Ausdruck der in 1977 zuerst von den kanadischen Komikern Rick Moranis und Dave Thomas als die fictiven Brüder Bob and Doug in ihrer Fernseh-Serie “Great White North” benutzt wurde und in Kanada sowie in den USA sofort von vielen Leuten übernommen wurde. Noch heute wird er von einigen benutzt. Seine Bedeutung ist etwa “Are you Kidding” (du machst wohl Spass?) “You don’t believe that!” (das glaubst du wohl selbst nicht!)
 
Hoser:
Der Erfolg der Show in Kanada und den USA kreierte eine phänomenalen ”Pop-Kultur”. Die “Brüder” gaben noch einem anderen Modewort Aufschwung, dem abfälligen Wort “Hoser”. Der genaue Ursprung ist unbekannt, aber es wurde zum Slang-Wort um biertrinkende Menschen mit beschränkter Intelligenz und limitierter Erziehung zu bezeichnen, wie sie im Fernsehen von Bob und Doug verkörpert wurden.
 
Freezies:
Eine kurze weiche Plastik-Tube, aus der (die Kinder) eine Zuckerflüssgkeit mit Fruchtgeschmack saugen. “Mr. Freeze“ vom Hersteller benannt. “Popsicles” und “Frosties” sind ähnlich zum Lutschen geeignet, aber sind nicht dasselbe. In einigen US-Staaten als “Otter Pops” bekannt.
 
Stagette:
Die weibliche Version der Junggesellen-Abschiedsparty. “Bachelorette-Party” ist eine gebräuchliche und akzeptierte Benennung. In England “Hen Party”, aber eine Frau als “Henne” zu bezeichnen liegt ausserhalb der kanadischen Psyche.
 
Turfed out:
Turfed out: wenn man aus einem Haus, einer Party oder einer Bar rausgeschmissen wird. Auch wenn etwas Altes weggeworfen wird. “Thrown out” ist dasselbe. Auch “Evicted” ist ähnlich, z.B. wenn man gesetzlich aus seinem Haus ausgewiesen wird.
 
Hydro:
Kurz fuer Hydro-Elektrizität. Die Anbieter zur Energieversorgung in Kanada sind generell z.B. als “Manitoba Hydro”, “Ontario Hydro” usw. bekannt. Wer also eine Elektrizitäts-Rechnung von ihnen bekommt, hat seine “Hydro-Bill” zur Bezahlung in der Hand.
 
Skookum:
Hauptsächlich wird dieser Begriff in British Columbia benutzt, beschreibt dieses Wort die Eigenschaften von Menschen, Tieren usw. als stark, großartig, kraftvoll, ultimativ und mutig darzustellen. Es stammt aus dem Chinook-Slang des Nord-Pazifiks, welcher von den Händlern und Forschern zur besseren Verständigung mit den Eingeborenen benutzt wurde.
 
Fill his boots:
“You can never fill his boots” (du kannst niemals in seine Schuhe passen). In den USA “whatever floats your boat” oder “whatever trips your trigger”.
 
Pogey:
 “He’s on Pogey” = er lebt von seiner Arbeislosen-Unterstützung, hauptsächlich ein amerikanischer Ausdruck. In Kanada sagt man eher “he’s on the dole” oder “he lives from his E.I” (oder U.I. = (Unemployment Insurance).
 
Serviette:
Die Bitte um eine “Serviette” in einem US-Restaurant loest einen verständnislosen Blick aus, denn dort heißt sie “Napkin”. Aber “Napkin” muss man in Kanada mit Vorsicht sagen, denn “Sanitary Napkins” sind z.B. gynäkologische Blutungsauffänger.
 
Chocolate Bar:
Schokoladen-Tafeln jeder Art, in den USA als “Candy Bars” bekannt. “Chocolate Bars” in den USA sind gewöhnlich aus 100% Schokolade, aber auch in Kanada als solche bekannt.
 
Track Pants:
Trainingshosen, in Kanada auch als “Sweatpants” oder “Joggingpants” bekannt.
 
Rubber:
Rasiergummi am Bleistiftende oder separat. Mit Vorsicht zu benutzen, denn als Slang-Wort wird es auf Kondome angewandt.
 
Thongs:
Ursprünglich auf die Leder- oder Gummi-Riemen von Flip-Flop-Strandschuhen bezogen, aber von der Mode-Industrie für minimale Unterwäsche oder weibliche (auch männliche) Badehosen mit sehr wenig Stoffanteil abgeleitet. Auch als “G-Strings” bekannt.
 
Queue:
Ausgesprochen als “Kihjuh” deutet dieser Ausdruck (sowie auch “lineup” oder “standing in line”) eine lange Warteschlange im Warenhaus, im Supermarket oder bei einer Theater- oder Musik-Show an.

Brown Bread or White Bread:
Eine Standard-Frage bei einer Mahlzeit Bestellung in einem kanadischen Restaurant ist “do you want your toast white or brown?” In Amerika wird nach “whole bread or wheat bread” gefragt. Dunkles oder helles Brot ist die Auswahl, welche man zu diesem Zetpunkt beantworten muss. Das Brot ist fast immer bereits bebuttert, manchmal mit salziger Butter oder Margarine, und wird mit einer Seitengabe von ein wenig Marmelade serviert.
 
Pissed:
Betrunken. Als Einzelwort kann man es auch als “besoffen” übersetzen. “Pissed off” jedoch heißt, dass man über etwas böse oder aufgebracht ist.
 
Chesterfield, Couch und Ottoman:
 
Die Sofas der Kanadier. Amerikaner kennen den Begriff kaum, obgleich er in dem auch in den USA bekannten Hit der Bare Naked Ladies (aus Scarborough, Ontario) erwähnt wird (“I had a million dollars I’d buy you furniture for your house, maybe a nice chesterfield or an ottoman”). Der Ottoman ist natürlich ein Osmanischer Polsterhocker.

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1 Kommentar

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matheisl 27. Februar 2020 - 13:14

Hallo Peter, very well done. So interesting to read. Greetings from Bavaria, Willy

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