Thanksgiving in Kanada ist ein heidnischer Brauch

von Peter Iden

Die meisten Nordamerikaner sehen im Thanksgiving Fest nur einen weiteren Ferientag, den sie geniessen können. Seine Geschichte interessiert sie kaum. Die Amerikaner bestehen natürlich darauf, dass sie es waren, die als erste in der Welt einen “Thanksgiving Day” einführten. Dieses entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Die alten Völker der Welt zelebrierten bereits seit Jahrtausenden Dankgebungen für ihre Ernten und Lebensgaben.

Den Christen, soweit sie darüber informiert waren, gefiel diese Tatsache nicht. Völker und Menschen, welche sich nicht dem christlichen Glauben unterordneten, wurden von diesen besonders während der Renaissance vom 14. Bis zum 17. Jahrhundert als “Heiden” betrachtet, verfolgt und getötet. Also sämtliche der “nicht christlichen” Glauben wie die der Chinesen, Griechen, Römer, Ägypter usw. Die christlichen Kreuzzüge zur erzwungenen Verbreiterung des Christentums in den islamischen Ländern sind nur ein Beispiel dafür.

Die Beseitigung dieser Glauben und Traditionen durch das Christentum gab Anlass zur brutalen Verfolgung und teilweisen Ausmerzung von ganzen Volksgruppen. In vielen von diesen war das Wort “Religion” nicht bekannt, sie folgten nur ihren seit Jahrtausenden alten Sitten und Gebräuchen.

Die germanischen Völker wurden zu verschiedenen Zeitperioden zur Christenheit bekehrt. Die Goten im vierten Jahrhundert, die englischen im sechsten und siebten Jahrhundert, die sächsischen im achten Jahrhundert, und die skandinavischen im Laufe des zehnten Jahrhunderts. Einige ihrer Gebräuche jedoch überlebten und wurden von den Christen unter anderen Namen übernommen.

Das Wiederauftauchen vieler dieser Traditionen und Gebräuche in der modernen Gesellschaft ist teilweise auf die heutigen Mulitikultur, nicht zuletzt aber auch auf den Zugang im Internet zurück zu führen. Zahlreiche Menschen widmen sich diesen Glauben heutzutage als Alternative zu ihren eigenen vergessenen Traditionen. Sie sind auf der Suche nach einem mehr sinnvollen Leben.

In 1621 feierten die ersten Siedler in Amerika, die Mayflower-Pilger (so erzählt die Geschichte der USA) das erste Thanksgiving Fest auf diesem Kontinent, zusammen mit den Wampanoag-Indianern in Cape Cod bei Plymouth im heutigen Staat New Hampshire.

Die amerikanischen Geschichtsbücher ignorieren dabei die Tatsache, dass die französischen Erforscher Kanadas schon lange vorher ihre christlichen Dankgebungen in Kanada feierten, wie Sir Martin Frobisher und die Mannschaften seiner drei Forschungs-Schiffe in 1578, und Samuel de Champlain in 1606 auf einem seiner mehr als 20 Reisen nach “Neu-Frankreich”.

Sir Martin Frobisher: the First Thanksgiving picture: Jean Leon Gerome Ferris

Die Bräuche und Riten der alten Völker konzentrierten sich auf die Natur sowie auf den Stand der Sonne und des Mondes zu verschiedenen Jahreszeiten.

Die Chinesen feierten “Chung Ch’ui” zur Zeit des Herbstmondes. Die Juden hielten seit 3.000 Jahren ihr “Sukkot”. Die alten Ägypter ehrten im Herbst Min, ihren Gott der Vegetation und Fruchtbarkeit. Ob die Tolteken, Azteken oder Mayas in Zentral-Nordamerika Tanksgiving-Feste hatten, ist nicht erwiesen, obwohl sie wilde Truthähne domestizierten, was allerdings kein Beweis für eine Dankgebung jeglicher Art ist. Auf jeden Fall wurden bei einigen ihrer Feste junge, unverheiratete Sklavenmädchen den Göttern geopfert, eine brutale Art jeglichen Dankes.

Die alten Briten hatten ihren “Lammas Day”, an dem sie mit Dankesgaben aus Brot aus der ersten Weizenernte in ihre Kirchen brachten, als Dank für die Ernte des Jahres. Die britischen Puritaner hatten sogar einen spezifischen Tag für dieses Fest, einen Brauch den sie mit sich brachten, um Gott dafür zu danken, dass sie die Entbehrungen der ersten Jahre in Amerika überlebten.

Die Frage ob beim ersten Thanksgiving Fest der Puritaner Truthahnfleisch gegessen wurde, ist nie beantwortet worden. Sie hatten zwar einige ihrer eigenen Kleintiere (Hühner, Ziegen, Schweine), und wilde Truthähne lebten zahlreich außerhalb ihrer Kolonie. Bekannt ist nur, dass die Wampanoag-Indianer fünf getötete Rehe zum Fest mitbrachten, und dass die Siedler Mais anbauten.

Das Essen von domestizierten Truthähnen im amerikanischen Fest des Thanksgiving wurde erst populär nachdem Präsident Lincoln (der Truthahn-Essen liebte) es in 1863 zum National-Feiertag erklärte.

Das erste offizielle Thanksgiving in Kanada wurde als Nationalfeiertag am 6. November 1879 gefeiert (Siehe auch “Wilde Truthähne in Kanada” ).

 

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