Fledermäuse in Kanada

von Peter Iden

 

Visionen von blutsaugenden Fledermäusen, tödlichen Spinnenbissen, giftigen Schlangen und ähnlichen Schreck-Geschichten sind uns allen schon zum Teil aus unserer Kindheit bekannt. Wir haben sie zwar alle in Kanada, aber Kanadier wie auch Besucher bekommen sie kaum zu sehen.
Zweifellos ist es eine der Tierarten welche unter der von vielen Menschen geteilten Abneigung leidet. Der geräuschlose Flug dieser mausgroßen Tiere setzt manche Menschen in Panik. Ein neuerer Grund für die Furcht vor Fledermäusen ist natürlich auch, dass sie tatsächlich der größte Ursprung für die Übermittelung von Tollwut (Rabies) in Nordamerika sind. Aber die Statistik darüber ist unzureichend (Quelle: BC Medical Journal).

Seit 1925 starben in Kanada 21 Menschen an Tollwut. Diese Anzahl enthaelt jedoch auch die Bisse von anderen Tieren, wie z.B. Waschbaeren (Raccoons), Fuechsen und Stinktieren (Skunks) sowie auch die von Hunden (Quellen: diverse Media Reports).
Das beste Argument gegen aktive Uebermittlung von Tollwut durch Fledermaeuse ist jedoch dass ein Tier, welches davon befallen wird, seine Flugkraft verliert und stirbt.
Eine andere Fehlvorstellung, welche durch die Medien gefoerdert wird, ist dass Fledermaeuse die Menschen angreifen. Das ist journalistischer Unverstand, oder besser gesagt, Unsinn. Fledermaeuse sind von Natur aus sanftmuetig, wehren sich jedoch wie alle anderen Tiere davor, mit den Haenden angefasst zu werden. Haustiere wie Hunde und Katzen haben diese Angewohnheit verloren, denn sie werden fuer ihren koerperlichen Kontakt belohnt.
Fledermaeuse, trotz ihres irrefuehrenden Namens, sind weder Maeuse noch Nagetiere. Sie sind ein Teil der Tierfamilie Chiroptera (fliegende Saeugetiere), der zweitgroessten nach der Familie Rodentia (Nagetiere). Diese beiden Familien beinhalten ungefaehr die Haelfte aller Saeugetiere unserer Welt.
Sie leben mit mehr als 1,400 Arten auf allen Teilen unseres Planeten ausser in den Wuesten und in den Polar-Regionen. Indonesien beherbergt 225 Arten, Europa hat 38, Deutschland 25, Oesterreich 28, die Schweiz 30. Kanada hat nur 18 Arten. Drei der kanadischen Arten sind in Gefahr, auszusterben.
Der Lebensraum der Fledermaeuse in Kanada liegt in den suedlichen Gegenden von Quebec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan und British Columbia, sowie fast ueberall in Alberta. Die Maennchen sind Einzeltiere, waehrend die weiblichen sich im Fruehling und Sommer in Mutterschafts-Kolonien mit bis zu 75 Tieren versammeln. Sie suchen ihr Futter in warmen Naechten und fangen und fressen fliegende Insekten im Flug. Sie ueberwintern in Hoehlen und Minenschachten etwas weiter suedlich.


Fledermaeuse haben eine vererbte Angewohnheit, welche in der Tierwelt ziemlich weit verbreitet ist. Sie haben laengere Pausen in ihrer Ovulation, welche mehrere Monate andauert. 9 der 27 Tierfamilien der Welt teilen diese Eigenschaft. Unter den mehr bekannten Arten sind Wolverines, Katzen und andere katzenartige Tierarten, Koalas, alle Baeren, und sogar Fische wie z.B. die Karpfen.
Die Langlebikeit von Fledermaeusen ist durch Beringungen auf weniger als 20 Jahre festgestellt worden. Sechs Fledermaus-Arten leben jedoch laenger als 30 Jahre.
Sie sind Freunde der von Insekten geplagten Menschheit, denn sie verzehren Unmengen an Insekten, von den kleinsten, kaum sichtbaren, bis zu den groessten wie Hornissen, Wespen, Kaefer, und Grillen.
Um es fuer die Leser leichter zu machen, habe ich die Namen in Englisch belassen. Es gibt kaum Uebersetzungen in die deutsche Sprache.
Etwas muss noch speziell erwaehnt werden, und zwar die Faehigkeit aller Fledermaeuse, ihren Flug und das Finden ihrer Fangopfer durch “Biosonar” (Echo-Ortung) zu schaffen. Fuer ihre Orientierung senden sie aktiv Schallwellen aus und nehmen dann das Echo auf, um die genaue Distanz auszuwerten. Diese Faehigkeit ist auch Walen, Delphinen zueigen, die damit Fischen nachstellen. Selbst einige Voegel und Insektenfresser (wie Z.b. Weissnestsalangane) haben diese Faehigkeit, die ihnen besonders in der Dunkelheit oder in der Nacht hilfreich ist.

Gefahren und Feinde der Fledermaeuse:
Umweltveraenderungen wie Baumabrodung (Clearcut), landwirtschaftliche Pestizide und dem damit verbundenem Insektenverlust, auch durch Besuche von Kletterern in ihren Hoehlen (Caving). Das Weissnasen-Syndrom ist eine Pilzkrankheit, die durch menschliche Aktivitaeten bedingt wird, aber allerdings noch nicht in Kanada gefunden wurde.
Windfarmen sind fuer Fledermaeuse toedlich weil die von den Fluegeln der Turbinen erzeugten Luftdruck-Veraenderungen die Lungen der Tiere angreift und sie dadurch desorientiert werden (Barotrauma) und mit den Turbinenfluegeln kollidieren. Etwa 888,000 Fledermaeuse (also zwischen 8 und 10 Tiere pro active Turbine) weltweit werden jaehrlich auf diese Weise getoetet (Quelle: RWE AG Essen).


In Kanada werden etwa 48,000 bis 89,000 Fledermaeuse jaehrlich durch Windturbinen getoetet, also zwischen 223 und 335 pro Turbine, bei insgesamt 4,019 Turbinen (Statistic 2013). Mit der Zunahme an Wind-Turbinen in Kanada in den 15 Jahren vor 2013 von etwa 3,5 mal wuerden also bis 2028 bis zu etwa 166,000 Fledermaeuse jaehrlich getoetet!
Zuerst sollte ich, allein schon um die Furcht einiger Menschen vor den “Blutsaugern” zu beschwichtigen, vielleicht auch noch die groessten Fledermaeuse der Welt erwaehnen, die “Flying Foxes”.


Die gibt es hier in Kanada nicht! Ihre Groesse und Fuegelspanne wuerde selbst mich als Tierfreund im Falle eines Kontaktes erschrecken (sie wiegen bis zu 1,6 Kilogramm und ihre Fluegel von Spitze zu Spitze messen 1,5 Meter). Sie leben in Sued- und Suedost-Asien, Australien, Ost-Afrika und auf einigen der Inseln in den Pazifischen und Indischen Ozeanen.
Der folgende Film wurde mit einer in einen kuenstlichen Flying Fox eingebauten Mini-Kamera von John Downer Productions aufgenommen (John Downer Productions hat zahlreiche aehnliche Videos von diversen Tieren produziert, mit “Spy Cameras” und “Drone Cameras” aufgenommen):

Little Brown Bat (Myotis lucifugus) – in Gefahr auszusterben:
Die haeufigste und am weitesten verbreitete Art in Kanada, zahlreicher im Osten als im Westen und Norden. Sie sind Nachtflieger und schlafen tagsueber in dunklen Plaetzen. Ihre Echorufe im Flug werden 20 mal in der Sekunde erzeugt, auf der Jagd jedoch 200 mal pro Sekunde.
Big Brown Bat (Eptesicus fuscus)

Die haeufigste und am weitesten verbreitete Art in Nordamerika. Sie haben ein einheitlich braunes Fell, wiegen 11 g bis 26g und sind etwa 9cm bis 14cm lang. Ihre Fluegelspanne ist von 32cm bis 35cm. Ihr Lebensraum ist von Suedkanada (inclusive BC, Alberta, Saskatchewan, Manitoba, Ontario, Quebec und New Brunswick) bis nach Kolumbien und Venezuela in Suedamerika. Obwohl man sie in diversen Umgebungen findet sind sie zahlreicher in Laubwaeldern.

Big Brown Bats haben sich an Menschen gewoehnt und werden deshalb oft in grossen und kleineren Staedten gesehen, wo sie oft in Gebaeuden schlafen. Ihren Winterschlaf verbringen sie in Haeusern, Schuppen, Kirchen, Regenwasserkanaelen und Minen.

Ihr Status ist nicht fragwuerdig, obwohl sie im Konflikt mit Menschen leben weil sie oft in ihren Gebaeuden schlafen. Umweltgefahren fuer sie sind Pestizide und (weniger) die von Menschen beguenstigte Weissnasen-Krankheit.
Hoary Bat (Lasiurus cinereus)
Die groesste Fledermaus in Kanada, zuhause in ganz Alberta, im suedlichen British Columbia, der suedlichen Haelfte von Saskatchewan und Manitoba, fast im gesamten Ontario, New Brunswick und Nova Scotia, sowie im suedlichen Quebec. Ihr Fell ist grau mit weissen Haarspitzen (hoary or frosty). Sie schlafen in Baeumen und jagen nach grossen Insekten wie Wespen, Libellen und Kaefern.
Long-eared Myotis Bat (Myotis evotis)
West-Kanada, die westlichen USA und die mexikanische Baja California sind die Jagd-Gruende dieser Fledermaus. Sie ist hellbraun bis strohfarbig mit schwarzem Gesicht, Ohren und Fluegelmembranen. Sie schlafen in Baum- und Felsenloechern und Nadel-baeumen. Kaefer sind ihre Spezialitaet. Ihre robusten Zaehne erlauben ihnen, die harten Schalen der Kaefer, welche sie auf dem Grund oder durch Echo-Ortung in der Luft fangen, zu zerquetschen. Die Long-eared Bat ist aussterbensgefaehrdet.
Red Bat (Lasiurus borealis)
Manchmal in British Columbia beobachtet, im suedlichen Teil von Kanada jedoch von Alberta bis Nova Scotia verbreitet. Im Westen entlang der Kuesten von Zentral-Amerika bis Chile und Argentinien. Die noerdlichen Tiere wandern im Winter in Gruppen weiter nach Sueden. Ihr Flug ist grazioes, und sie werden von einigen Wissenschaftlern mit ihrer mauersteinroten bis gelbroten Farbe als die attraktivsten Fledermaeuse angesehen. Laenge 40cm bis 50cm, Gewicht 7g bis 13g.
Silver-haired Bat (Lasionycteris noctivagans)
Diese scheue Fledermaus ist zahlreich in den suedlichen Waeldern von Kanada, lebt jedoch auch im Grasland. Ihre Farbe ist schokoladenbraun mit frostigen “silbernen” Haarspitzen auf dem Ruecken und dem Bauch, welche zu ihrem Namen fuehrten. Gewicht: 8g bis 12g, Laenge: etwa 100mm. Sie schlafen einsiedlerisch in Baumstaemmen oder unter der Baumrinde. Sie fressen kleine Insekten, vorwiegend Motten, nach denen sie im Zwielicht am Abend in den Baumkronen oder ueber Baechen und stagnierenden Gewaessern jagen. Sie sammeln sich Im Herbst und Fruehwinter in Gruppen zur Wanderung in den Sueden, obwohl einige auch im Erstarrungszustand in Kanada ueberwintern.
Tricoloured Bat (Perimyotis subflavos)
Die kleinste von Kanada’s eingeborenen Fledermaeusen, vormals bekannt als Eastern Pipistrelle (Zwergfledermaus). Sie ist verwandt mit der Canyon Bat des Westens, und ist auch bekannt als “Tricoloured Bat”, weil ihr Fell drei Farben aufweist: graubraune Basis, orangerote Schnauze, Ohren und Vorarme, mit Rueckenhaaren in schwarz, gelb und braun. Ihre Heimat ist Sued-Ontario, das suedlichste Quebec, ein Teil von New Brunswick und fast ganz Nova Scotia. Sie sind grazioese Flieger und ziehen langsam fliessende Baeche und angrenzende Waelder als Jagdreviere vor. Gewicht: etwa 7g, Fluegelspanne 23cm. Im Spaetsommer und Frueherbst begeben sie sich in Hoehlen zur Ueberwinterung.
Eastern Small-footed Bat (Myotis leibii)
Eine der kleinsten der nordamerikanischen Fledermaeuse, sowie auch eine der seltensten, in Kanada begrenzt auf Laub- und Nadelwaelder in Sued- und Zentral-Ontario und den suedlichsten Teil von Quebec. Sie tolerieren Kaelte und gehen spaeter als andere Arten in den Winterschlaf, gewoehnlich im Spaet-November oder fruehen Dezember. Ihr erratischer Flug ist bezeichnend. Der Name ist passend, denn ihre Fuesse sind nur 7mm bis 8mm lang, was auch auf ihre Koeperlaenge zutrifft. Ihre Fluegelspanne ist 21mm bis 25mm. Sie wiegt nur 4g bis 5g (das Gewicht einer 5-Cent Muenze). Ihr Fell erscheint gelbbraun, mit schwarzen Wurzeln und glaenzenden baunen Spitzen.
California Myotis (Myotis californicus)


Ihr Lebensraum ist Nordamerika von Alaska bis Guatemala, und sie liebt besonders die “scrubs” (Buesche) in den Grenzgebieten der Wueste. Allerdinggs findet man sie auch in Eichenwaeldern und Ponderosa-, welccFichtenwaeldern. Sie ist eine der kleinsten und zahlreichsten Fledermaeuse und lebt von den kleinsten Insekten, welche sie in ihren Fluegen ueber Seen, Fluesse, Wiesen und Waldluecken faengt und frisst. Jaehrliche Ueberwinterung findet in ihrem Lebensraum statt. Das Aufzeichnen ihrer Fluege konnte im letzten Jahrzehnt nur mit den neuesten Miniatur-Funksendern geschehen, welche auf dem Ruecken von Test-Tieren angebracht wurden.
Fringed Myotis (Myotis thysanodes)
Ihre Verbreitung in Kanada ist hauptsaechlich im Okanagan-Tal. Es ist eine schnell aufwachsende Art; die Jungen erreichen in drei Wochen ihre volle Groesse von 9cm. Ihr Gewicht ist 7g, Laenge 9cm, Fluegelspanne 28cm. Ihre Schwanz-Membranen haben einen Fransenrand von steifen Haaren (daher ihr Name). Etwa 70% ihres Diaets besteht aus kleinen Kaefern.
Keen’s Myotis (Myotis keenii)
Ihr Vorkommen ist die Suedkueste von British Columbia, Alaska und Washington, wo sie auch ueberwintern, manchmal soger mit anderen Fledermaus-Arten. Sie sind Insektenfresser und jagen aktiv nach diesen in den Daemmerungs-Stunden vor und nach Sonnenuntergang. Sie fressen besonders Spinnen, Motten und Florfliegen und fangen diese mit ihren Fluegelmembranen oder ihrem Maul, Ihr Name stammt ab von einem Anglikanischen Priester, John Henry Keen (1851-1950), der als Missionar die Bibel in die Sprache der Haida uebersetzte, und Insekten-Studie als Hobby hatte.
Long-eared Myotis (Myotis evotis)
Diese Fledermaus hat eine Fellfarbe die von dunkelbraun bis hellgelb variiert. Ihre Nist-plaetze sind in Felsenvorspruengen und toten Baeumen in den suedlichen Gegenden von British Columbia, Alberta und Saskatchewan. Ihr Lebensraum ist variabel auf beiden Seiten der westlichen Berge bis in die Baja California von Mexiko, Sie leben auf dem Flachland sowie in den Bergen bis zu 3,000 m, aber sie scheinen rauhe Berglandschaften zu bevorziehen. Sie fressen Motten und Kaefer, die sie uber kleinen Gewaessern oder niedrige Planzenbewachs jagen. Sie wiegen 5g bis 8g, sind 8cm bis 10cm lang mit einer Fluegelspanne von 25cm. Sehr wenig ist bekannt ueber ihre Fortpflanzung.

Long-legged Myotis
Gebirgiges und rauhes Terrain wird von dieser Myotis-Art bevorzugt, wie im suedlichen British Columbia und in der suedlichen Haelfte von Alberta, wo sie Nadel-Waelder und -Gegenden nahe Baechen und Stroemen bevorzugen. Sie sind allerdings auchbbis nach Alaska verbreitet, sowie oestlich bis North- und South-Dakota, Nebrasca und West-Texas. Sie fressen Weichkoerper-Insekten, vorzueglich Motten. Als zweitgroesste Myotis des Westens haben sie eine Fluegelspanne von 25cm bis 30cm, und wiegen 7,5g. Wie ihr Name besagt haben sie eine sehr lange Tibia und sehr lange runde Ohren. Ihr bestes Erkennungszeichen ist dass sie hellbraunes bis schokoladenbraunes Fell auf der Unterseite ihrer Fluegel haben, welches sich bis zu ihren Knien erstreckt. Eine verzoegerte Ovulation und die Kolonisierung ist auch ihren Weibchen zueigen.
Western Big-eared Bat (Conynorhinus townsendii)
Auch bekannt als “Townsend’s Big-eared Bat”. Diese Art hat grosse fluegelaehnliche Ohren und ist sehr sozial. Sie sammelt sich in grossen Scharen im Sueden von British Columbia und lebt von Motten in offenen Weiden und in Baumgipfeln. Im Winter versammeln sie sich in Hoehlen, und selbst an kuehlen oder kalten Tagen begeben sie sich in eine Art Winterschlaf-ahnliche Erstarrung.
Yellow-brown backed small-footed Bat
Der Sueden von British Columbia, Alberta und Saskatchewan sind ihre Heimat. Sie leben und schlafen alleine oder in kleinen Gruppen in feuchten Hoehlen, Minen und Felsennischen. Sie fressen Motten, Kaefer und Ameisen.
Yuma Myotis
Sie sind aehnlich der Little Brown Bat und leben in den Kuestengegenden im Sueden von British Columbia. Sie fressen weiche Insekten, welche sie auf ihren Fluegen ueber kleine Gewaesser und in Waldluecken aufspueren.
Pallid Bat (Antrozous pallidus) – gefaehrdet
Charakterisch sind ihre schiefergrauen Fluegel, kremefarbiges oder gelbbraunes Fell und hellbraunen Ohren und Augen grosser als die der meisten Fledermaeuse. Ihr Lebensgebiet beschraenkt sich auf das Okanagan-Tal im Sueden British Columbia’s, wo sie offenes, trockenes Gelaende mit leichter Vegetation vorziehen, oder Grasland und kultivierte Felder. Sie schlafen vorzueglich in Klippenluecken, welche nicht gerade vielzaehlig im Okanagan-Tal sind. Sie stehen auf der Liste der gefaehrdeten Tierarten von Environment Canada (COSEWIC) und sind durch den “Species at Risk Act” der kanadischen Regierung sowie den “British Columbia Wildlife Act” geschuetzt.
.Die Hauptgefahr fuer diese Fledermaus-Art ist der Verlust von Lebensgebieten durch Entwicklung menschlicher Wohngebiete, sowie Pestizid-Benutzung auf den BC-Fruchtfeldern. Sie fressen die dort vorkommenden Kaefer, Grashuepfer und Motten.
Spotted Bat (Euderma maculatum) – gefaehrdet
Diese langohrigen Fledermaeuse wurden zuerst in Kanada in 1979 entdeckt und leben nur im suedlichen British Columbia, wo sie die heissen Sommer und milden Winter bevorzugen. Sie sind Einzeltiere die auf Felsenklippen schlafen. Ihre Bevoelkerung wird auf weniger als 100 geschaetzt und ist in den westlichen USA ebenso selten. Pestizide sind ihr Hauptfeind.

Soweit also die 18 in Kanada beheimateten Fledermaus-Arten. Es bleibt also nur noch etwas seltenes zu erwaehnen:
Fledermaeuse auf der Suche nach einem Nachtquartier verirren sich manchmal zwischen Fenster und Insektenschutzgitter in Haeusern. Sie brauchen menschliche Hilfe, um daraus zu entkommen. Am besten benutzt man feste Arbeitshandschuhe, um sie zu befreien. Mit einem sanften Griff, ohne die Fluegel freizulassen, laesst sich das leicht machen.

(Anmerkung: die Auswahl der Bilder in diesem Beitrag liegt einzig und allein in meiner Verantwortung unter der Fair Dealing Provision der kanadischen Copyright-Gesetze).

 

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