Skurriles aus Kanada Nr. 84

Torschlusspanik

von Bernadette Calonego
Skurriles aus Kanada Nr. 84

Text und Bild: Bernadette Calonego

Es gibt deutsche Wörter, die etwas Bestimmtes so perfekt ausdrücken, dass sie sich auch nach Kanada (und Nordamerika als Ganzes) eingeschlichen haben. Das Wort „Zeitgeist“ zum Beispiel. In Vancouver habe ich vor Jahren ein Magazin mit diesem Namen gesehen. „Fachidiot“ ist auch so ein wunderbares Wort, für das es in der englischen Sprache nichts Vergleichbares gibt. „Aber wir könnten gewiss ein Wort mit derselben Bedeutung gebrauchen“, schrieb die Zeitung The Globe and Mail schon im Jahr 2006.
Dasselbe könnte auch für „Realpolitik“, „Hinterland“, „Über-Ich“, „Wanderlust“, „Ohrwurm“ und „Torschlusspanik“ gelten. Schachspieler haben sich das deutsche Wort „Zugzwang“ angeeignet und Philosophen den Ausdruck „Ding-an-sich“.

Bekannter sind natürlich „Kindergarten“ und „Wanderlust“, und auch das Wort „Schadenfreude“ verbreitet sich immer mehr. “Kitsch, “Angst”, “Leitmotiv”, “Doppelgänger”, “Poltergeist” und “Bildungsroman” sind dagegen schon Dauergäste geworden.

Fast hätte es das Wort „Fremdschämen“ ins englisch-kanadische Vokabular geschafft, aber dann erfand jemand die Übersetzung dafür: „second-hand embarrassment“.

Welche adoptierten deutschen Wörter habt ihr in Kanada angetroffen?

 

Der neue Kanada-Krimi:  Schrei im Eis

Schrei im Eis, Kanada-Krimi von Bernadette CalonegoEin entlegenes Küstendorf in Neufundland. Ein brutaler Überfall am helllichten Tag. Junge Schneemobilfahrer, die einem Eisbären nachstellen, finden eine blutig geschlagene Frau im Schnee.
Polizeichefin Calista Gates steht vor einem Rätsel. Warum will niemand in den Fischerhäusern etwas beobachtet haben? Zwei Tage später entdeckt Calista die Leiche eines einheimischen Aufwieglers, der ihr feindlich gesinnt war. Kugeln stecken zwischen seinen Rippen.
Die Ereignisse überstürzen sich. Im eiskalten Norden Labradors wird Calistas Liebhaber Gerald Hynes vermisst. Zuletzt wurde er an einem geheimnisumwitterten Kratersee gesehen. Außer sich vor Sorge erinnert sich Calista an einen ungelösten Fall. Im Sommer vor acht Jahren waren im selben Gebiet vier trekkende Frauen spurlos verschwunden. Hat Gerald etwas damit zu tun? Hängen all diese Ereignisse zusammen?

Calista steht unter massivem Druck und bemerkt zu spät, dass jemand einen Verrat begeht, der sie das Leben kosten kann.

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