Skurriles aus Kanada Nr. 60

von Bernadette Calonego

In British Columbia gibt es keine Privatstrände am Meer. Hier in Gibsons an der Sunshine Coast.

Text und Bild @Bernadette Calonego

Das Wunder von öffentlichen Stränden

„Privatbesitz. Betreten verboten!“ Solche Schilder sucht man auf Stränden in der kanadischen Provinz British Columbia vergeblich. Alle Strände sind staatliches Gelände und damit im Besitz der Allgemeinheit. Der Zugang ist laut Gesetz öffentlich, und das gilt bis zur Hochwassermarke, dem höchsten Punkt, den die Flut auf dem Land erreicht.

Was für ein berauschendes Gefühl, dass einem nirgendwo in British Columbia der Aufenthalt auf dem Strand verwehrt werden kann! Eigentümer von Häusern, die am Ozean liegen, dürfen nicht mit Zäunen Leute vom Spazieren und Spielen auf dem Strand abhalten.  Manche versuchen trotzdem,  Barrieren zu errichten, indem sie illegal Betonbrücken, Sitzplätze oder Bootrampen auf den Strand hinaus bauen. Das kann sie teuer zu stehen kommen. Andere Hauseigner behaupten, sie müssten sich mit Verbauungen gegen die Erosion absichern. Wenn das der Fall ist, brauchen sie eine Genehmigung der Behörden.  Ein Nachbar erklärte mir, der öffentliche Zugang zu den Stränden sei garantiert, weil Schiffbrüchige früher überall in der Lage sein mussten, sich an Land zu retten.

 

 

 

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