Unimog Abenteuer in Canada: Yukon und Alaska, Teil 3

by Stefan Dr. Kelbch

30. Juli 2016

Der Grenzübergang vom Yukon nach Alaska war völlig problemlos, wir mussten nicht mal aussteigen.
Neben Fotostopps halten wir länger in Chicken, Alaska.

Gack?

Woher der Name?
In den Zeiten des Goldrush waren Goldsucher in der Nähe des 40-Mile Rivers unterwegs. Um zu überleben, jagten sie Ptarmigans, eine Art Waldhuhn. Nachdem sie Gold fanden, wurde eine Post eröffnet und als Ortsname Ptarmigan vorgeschlagen. Leider konnte niemand den Namen korrekt aussprechen oder schreiben und als Kompromiß wurde  Ptarmigan in «Chicken» umbenannt.
Ca. 30-40 Menschen leben im Sommer hier, im Winter sind es noch 7.
Und eine alte Gold-Dredge liegt auch noch hier.
Downtown Chicken besteht aus drei Hütten: Laden, Bar und Café.


Ein Teller Hühnersuppe im Café, ein Bier in der Bar und….tatsächlich:
Die Business Visitenkarte, die ich 2008 dort angepinnt hatte, ist immer noch da!
Jetzt hängt eine SUMO-Visitenkarte daneben. Good House-Keeping in Chickens Bar
Weiter geht es, mal auf Gravel, mal auf Asphalt (im Yukon war fast alles Gravel, und zwar matschiger). Die Brücke über den Tanana River ist neu, sie wurde 2010 fertiggestellt und die alte Brücke abgerissen.
In Tok gehen wir wieder auf den gleichen Campground wie 2008, da es hier ein uriges Sonntags-Frühstück gibt. Und einen Car Wash, denn SUMO sieht wieder aus wie…
Hinterher, wie immer: SUMO sauber, ich dreckig. Aber dafür gibt es ja die heiße Dusche und den Wäschesack.
Noch einige Reparaturarbeiten am Abend, heute haben wir Schlösserprobleme, eins kann ich reparieren, das andere hat die Offroad-Rappelei völlig zerlegt. Ich muss mal schauen, ob ich irgendwo Ersatz bekomme.

Pancake-Frühstück auf dem Sourdough Campground,  kurz zum Visitor Center von Tok, tanken, dann führt uns der AH weiter seinem Ende entgegen. Nach ein paar Fotostopps, die immer weniger werden, weil es sehr bedeckt ist, erreichen wir in Delta Junction mit Meile 1422, die letzte des Alaska Highways.

Von Dawson Creek, BC, bis Delta Junction, AK, führt die bekannteste Strecke des Nordens  durch BC, den Yukon und Alaska.
Weiter zur Hauptstadt von Alaska, Fairbanks, führt nun der Richardson Highway. Mehrfach überqueren wir den Tanana River und auch die Trans-Alaska-Pipeline taucht schon mehrfach entlang des Weges auf. Es gibt sogar eine Extra-Brücke für die Trans-Alaska-Pipeline über den Tanana River.
Bei Regen erreichen wir schließlich  die Kulturhauptstadt von Alaska: North Pole.
Hier befindet sich das Santa Claus House, wo an 365 Tagen im Jahr „höchst geschmackvolle“ Weihnachutensilien angeboten werden. Ein riesiger Santa lädt zur Einkehr ein.
Alaskanische Weihnachtskunst  (made in China oder in Phillipines) untermalt mit dezenten Weihnachtsliedern (Last Christmas…)  lässt  sofort X-mas Stimmung aufkommen.

UNI-YK-3-3

Etwas unterdekoriert dieser schöne Plastik-Weihnachsbaum…

Das Geschäft floriert. Man kann sich sogar ein paar echte Rentiere leisten, die neben dem Santa Claus House in einem Gatter ihr Heu mümmeln.

Zu den Chena Hot Springs oder direkt zum Dalton Highway ist die Frage, bevor ich SUMO anlasse. Aufgrund der Wettervorhersage  entscheiden wir uns für den Dalton. Die nächste große 2×750 km Schlammschlacht nach dem Dempster Highway.
Noch kurz alle Tanks bis zum Stehkragen gefüllt und bei Walmart eingekauft („DieselClean“ war alle), dann geht es über den Steese Highway auf den Elliot Highway, der zum Dalton Highway führt. Was war das mit dem „DieselClean“?
In Nordamerika wird nur extrem Schwefel-armer Diesel verkauft. Für alte Motoren kann dies langfristig zu Problemen an der Einspritzpumpe führen –so Jörg, unser Unimog-Ratgeber. Immer ein Schuss DieselClean in den Tank schließt dieses Problem aus.
Am Elliot HW machen wir in der „Lower Chatanike State Recreation Area“ Schluß und stellen uns auf einen schönen Platz an einem kleinen See.
Wir futtern 50 Riesengarnelen, die es für $12 mit Dip bei Walmart  gab. Da kann man nicht meckern.
Ernsthafte Diskussion am Morgen über das weitere Programm. Das Wetter soll schlechter werden. Der Dalton würde uns mindestens 4 Tage kosten, der Winter ist ganz oben im Norden (fast) nah und wir wollen im Süden von Alaska, im Yukon und in BC noch so viel sehen. Und im Westen der USA wollen wir den Schnee auch nördlich von uns lassen.
Besser als der Dempster ist der Dalton nicht. Wir beschließen den Dalton sausen zu lassen und stattdessen zu versuchen, trotz Hochsaison im Denali National Park die Bustour zu machen. Wir fahren auf den Parks Highway und sind gegen Mittag im Park.
Natürlich kein Campground zu bekommen. Man muss mindestens 1 Jahr vorher reservieren! Wir wollen auch schon den Denali sausen lassen, finden aber ein paar Meilen südlich noch einen kommerziellen Campground. Nun also doch. Wir buchen die Bustour im Visitor Center des Parks, leider nicht bis zum Wonder Lake, sondern nur bis zum Eielson Center, da ein Erdrutsch die weitere Tour versperrt. Danach fahren wir am Abend noch das erlaubte Stück bis zum Salvage River in den Park. Es hat sich gelohnt: 2 Elche, 5 Cariboos auf dem kurzen Weg. Danach geht es zurück zum Campground und wir machen ein Würstchen-BBQ.

DENALI!
Wir stehen um 04:15 Uhr auf, frühstücken, packen unsere Sachen zusammen und  fahren dann mit SUMO zurück zum Park. Um 06:00 Uhr steigen wir in den Bus zum  Eielson Center ein. Die B erge werden höher, das Wetter immer besser… Ein erster Blick auf den Denali am frühen Morgen: Noch nicht ganz wolkenfrei… 4h geht es hin und 4h zurück. Unser Busfahrer heißt „Bear“, hat einen Rauschebart, fährt hervorragend und hat eine profunde Kenntnis über den Park und die Tiere darin.
Sein geübtes Auge und seine witzigen Kommentare mache Wildlife watching vom Bus aus zum Vergnügen. 2 Stopps vor dem Eielson Center erlauben es uns zu dumpen, die Beine zu vertreten und auch außerhalb des Busses zu fotografieren.
Wir sehen:
2 Elche
unzählige Kariboos
einige Dall Sheep
2×3 Grizzlybären
haufenweise Ptarmigan (Waldhühner)
und Spruce Rooster (auch so was) und gefühlte
10.000 Ground Squirrel

Little Bears

Cariboo direkt voraus!

Am Polychrome Lookout (wegen der mineralisch bunt gefärbten Berge rundum) erkenne ich sofort das Tal wieder, in dem wir 1983 gewandert waren. Auch die Stelle, wo wir fast von einem Grizzly mit drei Jungen attackiert wurden, kann ich ausmachen.
Das Wetter wird stündlich besser und dann kommt der Höhepunkt
-im wahrsten Sinne des Wortes:
Der Denali erstrahlt er in seiner ganzen Pracht vor uns!

UNI-YK-3-6

Denali – das bedeutet „Der Große“ oder „Der Hohe“ in Athapascan

Fast ohne Wolken vor blauem Himmel zeigt sich uns der höchste Berg Nordamerikas (6190 m). Majestätisch bestimmt er die Landschaft, obwohl er 50 km vom Eielson Center entfernt thront.  Um 14 Uhr sind wir wieder am Parkeingang und fahren mit SUMO zurück zum Campground. Wir gönnen uns Kaffee und Kuchen und laufen noch etwas am Nenana River entlang. Am Abend gibt es Hausmannskost.

Wir sind wieder früh auf der Piste.
Draußen ist Dauerregen. Die Wettervorhersage für die Gegend lautet: Regen, Regen, Regen, die ganze nächste Woche noch.
Wir wollen eigentlich den Denali Highway fahren, verschieben dies jedoch auf später, da die Sicht gerade mal 500m beträgt.
In Anchorage ist für heute schönes Wetter angesagt. Also weiter auf dem Parks Highway in Richtung Süden. Wir kommen an zwei bekannten Aussichtspunkten am Parks HWY für den Denali vorbei und sehen… nichts. Nur tief hängende Wolken. Aber wir hatten ja gestern unser Highlight.
Der Ort Talkeetna soll nach Reiseführer noch am ehesten dem Bild einer alten Alaska Frontier Town entsprechen. Wir nehmen den 50 km Abstecher vom Parks HWY und finden aber kein historisches Städtchen, wie z.B. Dawson City, sondern ein Touri-Kaff mit Andenken-Läden, Restaurants und T-Shirt-Buden. Das ist wieder reine Alaska-Kultur!
OK, ein paar alte Blockhütten gibt es noch. Aber wenigstens können wir in einem Biergarten sitzen und lecker Mittag essen.
Zurück auf dem Parks HWY biegen wir einige Meilen vor Willow in die Fishhook-Willow Road, auch Hatcher Pass Road genannt, nach Osten ab.

An der Hatcher Pass Road. Links ein grünes Männchen mit Bauchansatz.

Es geht stetig bergauf ins Hochgebirge, die Talkeetna Mountains. Kurz vor dem Pass biegen wir in die Upper Willlow Creek Road (Sackgasse) ab, die mehr Potholes als Fahrfläche aufweist. SUMO macht es Spaß.
Am Ende der Road gibt es zwei aufgelassene Minen. Kurz davor finden wir einen schönen Stellplatz am Willow Creek.
Ich muß mir natürlich die alten Minen ansehen. Elke hat keine Lust.
3 Stunden hike ich den Berg hoch und wieder runter.
Eine Mine wurde wohl in den 70-80ern von einer Lawine zerstört, der betonierte Minenschachteingang  ist mit einem schweren Gitter verbarrikadiert.
Der zweite Schacht liegt noch höher im Berg und  ist viel älter, er ist noch mit Holz abgestützt. Die Aussicht von hier oben ist grandios.
Ich laufe natürlich ein Stück in den Minenschacht hinein, bis meine iphone-Funzel nicht mehr genug Licht gibt und das Wasser im Stollen so langsam die maximale Wattiefe meiner Schuhe erreicht.

Wie es da drin wohl aussieht…? Dunkel und nass, kein Gold zu sehen…

Bergab zurück zu SUMO und Ehefrau  geht es dann viel schneller und leichter.
Jetzt muss ich erst mal die verbrauchten Kalorien nachladen.

So schön wie der Tag gestern endete, beginnt der Neue leider nicht. Es ist bedeckt und wird wohl bald regnen. Wir fahren über den Hatcher Pass und halten kurz an der Independence Mine, die wir 2008 schon besucht hatten. Es ist früh am Morgen, die Schranke ist abgeschlossen. Muss auch nicht noch mal sein. Nun geht es stetig weiter bergab, bis wir in Palmer ankommen. Dort nehmen wir den Old Glenn Highway, statt dem üblichen Zubringer (Highway No. 1) nach Anchorage.

Am Old Glenn Highway werden wir  mit einem Elch belohnt und mit einsetzendem Regen  bestraft.

„Was bist Du denn für ein Vieh?“ nuschelte das Moose zu SUMO

In Anchorage gehen wir im Carrs/Safeway einkaufen und besorgen uns eine Kundenkarte. 10 Cent Rabatt pro Gallone Diesel bekommen wir nach dem Einkauf beim Tanken damit.
Bei intensivem Studium der verschiedenen Wetter Apps, kommen wir zu dem Schluss, heute bis Homer durch zu fahren, um morgen einen Flug zu den Bären auf der Alaska Peninsula zu buchen. Morgen soll es von 9 Uhr bis 16 Uhr nicht regnen. Jetzt dafür umso mehr. Und Nebel. Teilweise liegt die Sicht unter 50 m, von der Landschaft sehen wir fast gar nichts. Kurz vor Homer klar es aber auf und wir können die Berge rund um Homer sehen.
Wir buchen unsere Flüge bei Alaska Bear Tours, morgen um 9 Uhr soll es los gehen. Es gibt eine „money back guarantee“ falls wir keine Bären sehen.
Ein Besuch auf dem „Homer Spit“ (enge Landzunge) muss natürlich sein, aber das ist eine totale Touristenfalle geworden. Die eher unansehnlichen Campgrounds sind entweder voll oder bieten nur noch indiskutable Plätze an.  Am Spit geht auch die  Fähre nach Kodiak ab. Wir fahren zurück nach downtown Homer, wo wir nicht weit vom Flugplatz – unser Aufmaschplatz morgen um 9 Uhr – einen kommerziellen Stellplatz mit WIFI und Duschen finden.
Homer war mal ein reines Fischernest – wir essen also stilgerecht Sushi, Krebsfleisch und Garnelen (fished by Safeway) zu Abend.
Um viertel vor neun Uhr stehen wir vor dem Gate am Airport, wo Martin, unser Pilot uns abholen soll. Dann der Anruf: frühestens um 10 Uhr, Wetter nok.
Wir fahren zurück zur Blockhütte von Bear Adventures und lassen uns erst mal mit Kaffee versorgen. Kurz vor 10 Uhr der nächste Anruf: nicht vor 11 Uhr. Alles ist neblig  und rundum zu. Das wird heute nichts mehr. Wir lassen die Flugkosten von der Kreditkarte zurück buchen und machen uns auf den Weg nach Seward, wo wir Katrin und Hans aus Hof mit ihrem MAN treffen wollen. Wir hatten sie in Dawson erstmalig gesehen und per Whatsapp locker Kontakt gehalten.
Die Fahrt zurück nach Seward verläuft in Regen und Nebel, ohne große Aussicht.

In Seward angekommen reservieren wir gleich zwei benachbarte Campsites, da die beiden noch etwa 40 min. brauchen werden. Wir buchen auch unsere Fjordtour für morgen.
Als wir zu SUMO zurück kommen, steht neben uns schon der MAN.

Zwei deutsche Dickschiffe: OTTO und SUMO,
dahinter die Aussicht auf den Fjord und die grandiosen Berge ;-))

Wir freuen uns, nun etwas mehr Zeit zum Erzählen zu haben. Zuerst trinken wir zusammen Kaffee im MAN und essen Kuchen und Eclairs. Bald ist es Zeit zum Abendessen und zusammen gönnen wir uns das beste Fischrestaurant am Platze: „Rays Waterfront“. Schon 2008 waren wir hier. Der Laden ist –wie damals-  proppenvoll, aber das Essen ist immer  noch Spitze. Die Austern sind köstlich.
Danach setzen wir uns noch gemütlich an die Waterfront und erzählen uns Schwanks aus unseren Leben. Vor uns dümpeln die Seeotter im Meer.
Fachsimpelei über Autos und Jagen bei den Männern, Familie, Reisen und Hobbys bei den Mädels. Spät hauen wir uns in die Falle.
Wir hoffen, dass wir uns im weiteren Verlauf unserer Reisen noch ein paar Mal treffen, vielleicht kann man auch mal eine Strecke zusammen fahren.

Um 8:00 Uhr gehen wir an Bord der“ Alaskan Explorer“ für unsere 9-stündige „Northwestern Fjords Tour“. Das Wetter ist eklig. Tiefhängende Wolken, Nebel und Regen. Als wir aus der Bucht von Seward heraus kommen, wird es ein wenig besser mit der Sicht. Zeit für einen Breakfast Snack.
Als erstes sehen wir zwei „Bald Eagle“ (Fischadler), das Wappentier der USA.
Dann liegen einige Harbour Seals (Seehunde) an der Küste einer kleinen Insel.
Kurz danach erscheint der erste Wal, ein Humpback. Viele Vögel (Puffins) und der nächste Humpback-Wal folgen auf der Beobachtungsliste.

Humpback-Wal, mittlerer Teil

Während einer Speedboatphase gibt es  ein kleines Lunchpaket.
Dann fahren wir in den Northwestern Fjord ein, an dessen Ende sich der Northwestern Glacier befindet. Dort stoppt das Boot für eine halbe Stunde, in der wir dem Gletscher beim Kalben zuschauen können. Trotz Usselwetter, faszinierend, wie Mr. Spitzohr immer sagt. Einige weitere, kleinere Gletscher (Anchor Glacier, Northeastern Glacier, Southwestern Glacier) schieben sich aus Seitenarmen in den Fjord herunter. Alle diese Gletscher sind Teile des Harding Icedfield.
Auf vielen Eisschollen vor den Gletscherzungen liegen Seehunde.

Wird das nicht zu kalt am Bauch?

Dann fährt der Kapitän eine Phalanx von Wasserfällen an. Er stoppt nur 5 m vor dem größten Wasserfall.  Nun peitscht das Wasser nicht nur von oben, sondern auch noch von allen Seiten auf uns ein.
Ein weiterer Wal kreuzt unsere Route. Auf dem Rückweg gibt es eine schöne Dünung, das Boot tanzt Rock n Roll. Dann entdeckt Elke den ersten Seelöwen.  Kurze Zeit später ein Felsen mit 12-15 Seelöwen darauf und mindestens 5 im Wasser. Es gibt kleine Kämpfe um den Felsenplatz.
Gegen 17 Uhr, beim Einlaufen in den Hafen von Seward sehen wir noch viele Seeotter.
Trotz bescheidenem Wetter war dies eine sehr schöne Tour.
Nach Verlassen des Bootes verputzen zwischen den Booten zwei Seeotter Fischreste.
Zurück bei SUMO baue ich das 2. Türschloss aus (Haltegriff), da es nicht mehr funktioniert.  Ein weiteres Schloss für die Werkzeugklappen hat sich auch verabschiedet. Wir müssen in Anchorage oder Whitehorse einen Schlüsseldienst finden.

Die ganze Nacht hat es geregnet und es regnet weiter. Die Wettervorhersage ist bedrückend: Dauerregen. Wir wollten eigentlich nach Whittier, aber da ist das Wetter genauso wie hier in Seward – Regen, tiefhängende Wolken, nichts zu sehen. Nur selten reißen die Wolken mal auf, um einen Blick auf die eigentlich grandiose Landschaft frei zu geben.
Wir beschließen diese nasse Ecke Alaskas zu verlassen und uns langsam auf den Rückweg in den Yukon zu machen. Die Vorhersage für Whitehorse sieht VIEL besser aus als für Seward. Vorher vielleicht nochmal das Sealife Aquarium anschauen? Nee, das kostet jetzt $ 22/Nase + Extras, nein danke. Unser Eindruck aus 2008 hält noch vor. Wir ziehen los gen Anchorage, wo wir volltanken und den Glenn Highway nach Nordosten nehmen.
2008 gab es doch so eine nette, urige Lodge am Lake Louise, Alaska?
Spontan wählen wir sie als Ziel, um mal wieder unseren Lodge-Tag einzulegen.
Das Wetter wird zusehens besser, wir können sogar wieder Berge sehen.
Der Matanuska Gletscher liegt immer noch so da, wie damals. Wir können keine Anzeichen für einen nennenswerten Rückzug feststellen.
Bei Meile 159  des Glenn Hwy biegen wir links ab und fahren 16 Meilen bis zur Lake Louise Lodge, wo wir ein sehr schönes Zimmer beziehen. Den Abend beschließen wir mit Steak, Scallops und Blaubeer-Pie.

Ruhetag.
Nach dem Frühstück  setzen wir uns in die Sonne (sic!) und surfen mal wieder im Internet.
Nachdem der anfängliche Wind sich gelegt hat, nehmen wir uns das im Zimmerpreis enthaltene Leihkanu und paddeln 2 Stunden eine Runde um ein paar Inseln.
Das Seeufer ist gelegentlich bewohnt, man sieht aber viele verfallene oder aufgegebene Häuser (Lodges?). Auf dem Rückweg zur Lake Louise Lodge müssen wir ganz schön kräftig paddeln, da Wind aufgekommen ist und die dadurch erzeugten Wellen danach verlangen, sie mit dem Bug senkrecht anzusteuern. Nach dieser Bewegungsübung trinken wir Kaffee und nutzen das free Wifi. Am Abend futtern wir Nachos und Salat in der urigen Gaststube der Lodge.

Hier fühlt man sich wohl…

Nach dem Frühstück machen wir SUMO wieder reisefertig, verabschieden uns vom Lodge Owner und fahren zurück zum Glenn Highway.
Die Berge sind heute schon viel besser sichtbar.

In Glenallen geben wir kurz einen Brief am Post Office ab und entscheiden uns, ob des guten Wetters, den Richardson Highway in Richtung Valdez zu fahren, mit Abstecher nach McCarthy.

 

 

Ähnliche Artikel & Themen

Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.